Skoda überarbeitet Limousine und Combi umfangreich

Der Skoda Octavia ist das absatzstärkste Modell des tschechischen Autoherstellers. So haben sich in den letzten 20 Jahren über fünf Millionen Kunden den Kompaktwagen zugelegt, der größentechnisch eigentlich zwischen Kompakt- und Mittelklasse rangiert. Die aktuell dritte Generation ist seit 2012 auf dem Markt. Was nach vier Jahren ansteht? Richtig, ein Facelift. So will der Hersteller mit umfangreich überarbeiteten Versionen von Limousine und Combi an dem Erfolg der Vorgänger anknüpfen.

Gleiche Abmessungen, neue Optik
An den Abmessungen ändert sich nichts und die Karosserieveränderungen sind rein optischer Natur. Gearbeitet wurde vor allem an der Front. Neu sind zwei benachbarte Scheinwerfer je Fahrzeugseite (auf Wunsch in Voll-LED-Ausführung), die nun ein neues Vier-Augen-Gesicht bilden. Auch am Heck wurden neue Leuchteinheiten verbaut, der Unterschied zum Vorgänger fällt hier aber deutlich geringer aus.

Technikaufrüstung im Inneren
Im Inneren hat Skoda vor allem an der Technik gefeilt: Die Infotainment-Systeme verfügen nun über kapazitive Displays und das 9,2 Zoll große Topsystem namens ,Columbus" kann ab sofort mit einem WLAN-Hotspot und einem SIM-Karten-Modul mit LTE-Geschwindigkeit aufwarten. Auch bei den Assistenten wird nachgerüstet: Neu im Programm sind ein Anhängerrangierassistent, ein vorausschauender Fußgängerschutz, ein System, das den Spurwechsel per Heckradar absichert und beim Rückwärts-Ausparken hilft sowie eine Rückfahrkamera.

Noch mehr ,Simply Clever"
Neue schlaue Features, für die Skoda bekannt ist, sind: ein personalisierbarer Schlüssel, auf dem mehrere Benutzer ihre individuellen Fahrzeugeinstellungen abspeichern können, eine Lenkradheizung, Klapptische an der Lehne des Vordersitzes, Flaschenhalter, die das Öffnen von Flaschen erleichtern sollen und beim Combi eine herausnehmbare Lampe im Gepäckraum.

Gleiches Antriebsprogramm. Vorerst ohne RS-Benziner
Vorerst erstreckt sich die Leistungsspanne der vier Diesel- und fünf Benzinmotoren von 86 bis 184 PS. Geschaltet wird per Handschaltung oder optional per DSG mit sechs oder sieben Gängen. Außerdem sind der 180-PS-Benziner sowie die Diesel mit 150 und 184 PS mit Allradantrieb erhältlich. Wann und ob die RS-Motoren mit 220 beziehungsweise 230 PS starkem Zweiliter-Vierzylinder-Benziner ins Facelift einziehen, ist noch nicht bekannt.

Preise, Bestellstart und Markteinführung
Auch zu den Preisen der überarbeiteten Octavia-Modelle hält sich Skoda noch bedeckt. Derzeit liegt der Basispreis für eine Limousine mit 86-PS-Benziner bei 17.190 Euro, der Combi liegt bei 17.850 Euro. Mehr werden wir erfahren, wenn der für Ende 2016 geplante Bestellstart näher rückt. Die Markteinführung ist auf Anfang 2017 datiert.

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