Der erste vollelektrische Jaguar kommt

Die Los Angeles Auto Show (18. bis 27. November) steht kurz bevor und Jaguar wird auf einer der letzten großen Messen 2016 das erste vollelektrische Fahrzeug der Marke präsentieren. Nicht nur das Auto soll besonders werden, auch die Art der Vorstellung hebt sich vom gewohnten Prozedere ab.

I-Pace mit F-Pace-Maßen
Das Konzeptfahrzeug der Briten hört auf den Namen ,I-Pace" und wird ein rein elektrisches SUV sein. Optisch hebt sich vor allem das ,Cab forward"-Design von der Masse ab, bei dem die Passagiere deutlich weiter vorne sitzen, als bei einem Auto mit Verbrennungsmotor üblich. Mit einem Radstand von knapp drei Meter und einer Länge von knapp 4,70 Meter ist der I-Pace nur wenige Zentimeter kürzer als das Jaguar-SUV F-Pace. Der Radstand ist beim neuen E-Jaguar allerdings etwas größer.

400 PS und 700 Newtonmeter
Die Performance-Daten, die Jaguar für die Studie angibt, sind beeindruckend: In vier Sekunden soll es aus dem Stand auf Tempo 100 gehen und die im Haus entwickelte 90-kWh-Batterie soll dabei genug Strom für 500 Kilometer ohne Zwischenstopp liefern. Für den Vortrieb sorgen zwei Elektromotoren – jeweils einer an der Vorder- und an der Hinterachse – die zusammen auf umgerechnet 400 PS und 700 Newtonmeter kommen. Das gleiche Drehmoment steht übrigens auch im stärksten Serien-Jaguar an – dem F-Type SVR. Zusammen mit dem durch die Batterien tiefen Schwerpunkt könnte der I-Pace auch querdynamisch ein Freudenquell werden.

Präsentation in virtueller Realität
Der I-Pace, dessen Serienversion im Jahr 2018 auf den Markt kommen soll, wird im Rahmen der Los Angeles Auto Show vorgestellt. Dabei setzt der Hersteller auf eine ganz besondere Form der Präsentation – virtuelle Realität. Mit Hilfe der immer besser werdenden VR-Brillen können sich Gäste direkt in den I-Pace ,hineinbeamen" lassen und dabei zusehen, wie das SUV um sie herum aufgebaut wird oder wie es sie durch spektakuläre Landschaften fährt. Besonders aufwendig dabei? Jaguar veranstaltet zeitgleich zwei Events – in Los Angeles und London. Die Gäste können untereinander über den großen Teich hinweg durch die Brillen kommunizieren und sich über den I-Pace austauschen. Diese Techniken werden wir in Zukunft vermehrt sehen, mit Sicherheit irgendwann auch beim Autohändler vor Ort.

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