Höhere Reichweite: VW renoviert den e-Golf

Erst vor kurzem zeigte VW das umfassende Facelift des Golf. Jetzt wird auch dessen Elektrovariante, der e-Golf, aufgemöbelt. Präsentiert werden die Änderungen auf der Los Angeles Auto Show (18. bis 27. November 2016).

Weiter, aber nicht besonders weit
Der wichtigste Punkt betrifft die Reichweite: Hier haben Konkurrenten wie der BMW i3, aber auch der neue Opel Ampera-e vorgelegt. Deshalb baut VW in den e-Golf des Jahrgangs 2017, der ab April in Dresden gefertigt wird, eine größere Batterie ein. Der Lithium-Ionen-Akku speichert nun 35,8 Kilowattstunden statt bislang 24,2 Kilowattstunden Energie. Im ,Neuen Europäischen Fahrzyklus" (NEFZ) ergibt das eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern. Doch VW weiß selbst um die zweifelhafte Aussagekraft von NEFZ-Angaben und gibt verklausuliert zu Protokoll, dass der e-Golf ,im kundenrelevanten Jahresmittel je nach Fahrweise und Einsatz der Klimaanlage bis zu 200 Kilometer" zurücklegt.

Mehr Kraft für mehr Spritzigkeit
Mit 100 Kilowatt (gleich 136 PS) ist der Elektromotor um 15 Kilowatt stärker geworden. Das maximale Drehmoment steigt ebenfalls auf 290 Newtonmeter an. Den NEFZ-Durchschnittsverbrauch des neuen e-Golf gibt VW mit 12,7 Kilowattstunden auf 100 Kilometer an. Von null auf 100 km/h sprintet der Stromer in 9,6 Sekunden, maximal sind 150 Sachen drin. An einer Schnellladesäule (40 Kilowatt) ist die Batterie innerhalb einer Stunde wieder auf 80 Prozent geladen, an einer Wallbox (7,2 Kilowatt) sollen weniger als sechs Stunden für 100 Prozent reichen.

Großer Touchscreen mit Gestensteuerung
Vom Golf-Facelift übernimmt der e-Golf nicht nur die LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten. Serienmäßig sind auch digitale Instrumente und ein 9,2-Zoll-Infotainmentsystem mit Gestensteuerung. Wer mag, bekommt auch einen Stauassistenten oder eine Fußgängererkennung für die City-Notbremsfunktion. Zum Preis des 2017er e-Golf äußert sich VW noch nicht. Bislang startete er bei 34.900 Euro ohne Abzug der staatlichen Prämie. Nicht auszuschließen ist, dass VW bei dieser Summe bleibt, um ein Zeichen hin zur E-Mobilität zu setzen.

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