Insignia Grand Sport wird ,dynamischer und fahraktiver"

Opel schneidet vor der offiziellen Präsentation des neuen Insignia im März 2017 auf dem Genfer Autosalon eine weitere Salamischeibe ab und legt sie uns vor. Diesmal geht es um Neuigkeiten zum Gewicht und zum Fahrwerk. Getestet? Auf der Nordschleife des Nürburgrings. Wo sonst?

Weniger Gewicht, andere Abmessungen
Die Neuerungen sollen die Mittelklasse-Limousine aus Rüsselsheim vor allem ,dynamischer und fahraktiver" machen. Durch eine neue Plattform wird das neue Modell je nach Ausführung bis zu 175 Kilogramm leichter als der Vorgänger. Dazu gesellen sich neue Abmessungen: Über neun Zentimeter kommen beim Radstand dazu, 5,5 Zentimeter in der Länge und gut einen Zentimeter wird der Wagen breiter. Die Höhe schrumpft hingegen um knapp drei Zentimeter. Zugleich wurden die Überhänge an beiden Enden deutlich verkürzt. Wir rechnen zusammen und kommen auf folgende Werte: Knapp 4,90 Meter Länge, 1,47 Meter Höhe, 1,87 Meter Breite und 2,83 Meter Radstand.

Weiterentwickeltes Fahrwerk
Kommen wir zum Fahrwerk: Es handelt sich die Weiterentwicklung des ,FlexRide-Fahrwerks". Es adaptiert 500 Mal pro Sekunde elektrohydraulisch die Stoßdämpfer anhand der wählbaren Modi ,Standard", ,Sport" und ,Tour". ,Das Herz des adaptiven Fahrwerks ist die neue zentrale ‚Drive Mode Control'-Software. Diese wertet permanent alle Sensoren sowie Einstellungen aus und erkennt den individuellen Fahrstil. Danach werden die einzelnen Systeme für beste Traktion und Straßenlage optimiert", erklärt Chefingenieur Andreas Zipser.

Ausführliche Modus-Kunde
Die einzelnen Modi verändern darüber hinaus auch die Lenkung, die Gaspedalkennlinie sowie die Schaltpunkte bei Automatikgetrieben. Wie Opel die einzelnen Fahrprogramme beschreibt? ,Standard" ist ,die automatische Steuerung, die nach den Informationen der Fahrzeugsensoren stets das beste Set-up wählt". ,Tour" beschreibt die ,komfortable Fahrwerksauslegung und Antriebseinstellungen für günstigen Verbrauch". ,Sport" steht hingegen für den Modus, in welchem der ,Insignia beim Anbremsen weniger eintaucht, sich die Karosserie bei schneller Kurvenfahrt deutlich geringer neigt und die Lenkung eine bessere Rückmeldung über den Straßenzustand liefert".

Letzte Abstimmungsfahrten
Für die letzten Testfahrten ist das Team um Chefingenieur Zipser nun mit noch getarnten Prototypen zu an den Nürburgring gereist. Auf der 21 Kilometer langen Nordschleife suchen die Entwickler nach den letzten Prozentpunkten auf dem Weg zum perfekt abgestimmten Fahrzeug. Welche Früchte diese Arbeit trägt, wird sich dann beim Serienmodell zeigen. Wir sind jedenfalls schon gespannt auf unsere erste Probefahrt. Wie viele Salamischeiben bis dahin noch geschnitten werden? Wir wissen es nicht, erwarten für Anfang Dezember 2016 aber die ersten offiziellen Fotos.

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