Erste Informationen zum VW Arteon

Seit Oktober 2016 ist der Volkswagen CC nicht mehr auf der Homepage des Wolfsburger Herstellers zu finden. Doch der Nachfolger ist auf dem Weg. Er trägt den auf Prestige abzielenden (man könnte auch sagen: hochtrabenden) Namen Arteon.

Endlich kein VW CC mehr
Auch wenn das ausgelaufene Modell offiziell ,Volkswagen CC" hieß, wurde daraus im Alltag oft die etwas seltsam klingende Bezeichnung ,VW CC". Mit dem neuen Namen beendet VW diesen Missstand. Der Modellname wird mit betonter erster Silbe ausgesprochen, das ist VW wichtig. Die Bedeutung wird ebenfalls erläutert: Der erste Bestandteil, das englische Wort für Kunst soll auf das Design hinweisen. Die Endung ,eon" kennzeichnet den Wagen laut Hersteller als Premiummodell, parallel zum chinesischen VW-Topmodell, dem Phideon. Diese Bemerkung von VW dürfte auch auf den Hauptmarkt für den Arteon hindeuten.

Obere Mittelklasse, aber MQB?
Wie der ausgelaufene CC wird der Arteon oberhalb des Passat angesiedelt. Er soll aber eine Klasse höher antreten, also in der oberen Mittelklasse. Der Arteon wäre damit nach dem Auslaufen des Oberklasseautos Phaeton das Topmodell von VW. Zur hohen Positionierung passt, dass es sich laut VW um ein ,komplett neu entwickeltes Fahrzeug" handelt. Wie beim neuen Passat dürfte jedoch der Modulare Querbaukasten (MQB) die Basis abgeben. Das bedeutet aber nicht, dass der Arteon ,auf dem Passat basiert" – die Verwandtschaftsbeziehungen sind ja mit Einführung des MQB komplizierter geworden. Denn auf dem MQB basieren ganz verschieden große Autos, vom kommenden VW Polo bis hin zum über fünf Meter langen US-Modell VW Atlas.

Sportlich und elegant
VW bezeichnet das Auto als viertürigen Fastback. Einstweilen zeigen die Wolfsburger nur eine grobe Skizze des neuen Modells. Doch wenn der Eindruck nicht trügt, wird die Karosserie sportlicher als beim CC. Fenstergrafik und Dachlinie lassen den Arteon extrem gestreckt wirken. Die ,Tornadolinie" durchschneidet vorne den Radkasten, hinten liegt sie über dem Rad – das betont die Dynamik. Die Türgriffe liegen anders als beim Passat nicht auf, sondern knapp unter der Linie.

Neues Markengesicht
Mit dem Arteon führt Volkswagen auch ein neues Markengesicht ein, das die Horizontale betonen soll. Die Rippen des Kühlergrills ziehen sich dazu bis in die dreidimensional gestalteten Frontscheinwerfer hinein, so VW. LED-Lichtelemente sollen für eine markante Erscheinung sorgen und Dominanz demonstrieren. Die rahmenlosen Scheiben der Türen erinnern laut VW an einen Gran Turismo.

Heckklappe à la Skoda Superb?
Neben der sportlichen Eleganz betonen die Wolfsburger aber auch den Nutzwert. So soll ,die oben angeschlagene und weit öffnende Heckklappe einen optimalen Zugang zum riesigen Gepäckbereich" bieten. Danach handelt es sich wohl um eine Klappe mit integriertem Rückfenster, wie sie auch der Skoda Superb besitzt. Das wäre ein deutlicher Unterschied zum CC, der eine normale Kofferraumklappe hatte wie eine Stufenhecklimousine.

Auch ein V6 wäre möglich
Was die Motoren angeht, so dürften die stärkeren Passat-Aggregate eingesetzt werden. Dazu gehören die Passat-Topmotoren 2.0 TSI mit 280 PS und der 2.0 TDI mit 240 PS, vielleicht auch der Plug-in-Hybridantrieb, der auf eine Systemleistung von 218 PS kommt. In den USA könnte statt des 2.0 TSI ein Sechszylinder eingebaut werden. Auch ein so großer Motor passt in den MQB-Passat: In den USA gibt es das Modell mit einem 3,6-Liter-V6. Der bringt 280 PS, also exakt genauso viel wie der 2.0 TSI bringt.

Marktstart im Sommer 2017
Die Details zu Motoren und Preisen dürften spätestens zum Genfer Automobilsalon (9. bis 19. März 2017) bekannt gegeben werden. Dort wird das Auto der Öffentlichkeit vorgestellt. Markteinführung ist dann im Sommer 2017.

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