Fords Kinder-Mustang hat sehr viel Technik

Wenn Sie an Weihnachten Ihre Ruhe haben wollen, dann sollten Sie Ihrem Nachwuchs dieses neue Bonbon der Zwergen-Mobilität vermutlich so gut es geht vorenthalten. Jawohl, Ford und Spielzeug-Gigant Fisher-Price haben den aktuellen Mustang in ein absolut großartiges Spielzeug für etwa drei bis sechsjährige Kinder verwandelt. Und sie haben es mit Technik vollgestopft, die mancher Kleinwagen gerne sein Eigen nennen würde. Sagen Sie Hallo zum ,Power Wheels Fahrspielzeug Mustang". Inklusive Elektroantrieb und Smart-Drive-Technologie.

Spielzeug-ESP
Ja, es stimmt: Dieser Mini-Mustang verfügt dank ,Smart Drive" über eine Stabilitäts- und eine Traktionskontrolle. Das bedeutet: Egal, wie sehr Ihre Zöglinge (oder die unerzogene Nachbars-Brut) in Ihrem Garten auch den inneren Rosberg rauslassen, es kann quasi nichts passieren. Der Computer in diesem kleinen Plastik-Hightech-Phänomen überwacht den Radschlupf und erkennt gefährliche Neigungswinkel. Sprich: Der Nachwuchs mag vielleicht noch Probleme haben, selbständig aufs Klo zu gehen, pflügt aber durch nasses Gras und holperiges Gelände, als wäre es nichts. Und sollte vor lauter Überschwang tatsächlich mal ein Überrollen drohen, prescht der Sensor der Stabilitätskontrolle dazwischen und stellt den Motor ab. Ob das ,ESP" auch bei gewagten Drift-Manövern eingreift, ist leider nicht überliefert.

Alles digital
Die Überwachung diverser Fahrsituationen macht übrigens durchaus Sinn, denn der Kinder-Mustang schafft erschreckend schnelle acht km/h Höchstgeschwindigkeit. Damit lässt er McLarens kürzlich vorgestellten Rotzlöffel-Hyper-Sportler P1 locker stehen. Dieser erreicht nämlich gerade mal fünf Kilometer pro Stunde. Ganz ungewöhnlich für einen Ford Mustang wird der monumentale Vortrieb hier übrigens von einem Elektromotor erzeugt. Da lacht das grüne Muscle-Car-Gewissen. Wie weit die Nachwuchs-Piloten mit einer Akkuladung kommen, ist leider nicht bekannt. Allerdings können besorgte Eltern den Vorwärtsdrang ihrer kleinen Raser beeinflussen, denn der Spielzeug-Mustang verfügt über eine digitale Geschwindigkeitsregelung per LED-Touchscreen (einstellbar zwischen einem und acht km/h). Auf selbigem lässt sich auch der Ladezustand der Batterie ablesen. Sogar eine ,Slow Start and Stop"-Funktion haben die findigen Spielzeug-Ingenieure eingebaut. Sie soll ,sanfte Beschleunigungs- und Bremsmanöver" ermöglichen. Irre.

Mit V8-Sound
Noch mehr Technik gefällig? Kein Problem. Der Mustang für Kinder ist nämlich ganz nebenbei auch ein echtes Multimedia-Wunder. Sein eingebautes Sound-System erzeugt Motortöne, die bei einem echten Mustang aufgenommen wurden. Ganz realistisch orientiert sich das Ganze auch noch an der Fahrzeuggeschwindigkeit. Selten dürfte es günstiger gewesen sein, die Nachbarschaft mit brabbeligen V8-Klängen zu beschallen. Hat der Dreikäsehoch genug von V8 (soll es ja geben), spielt der Mini-Stang über eine zusätzliche AUX-in-Buchse aber auch die eigene Lieblingsmusik. Dank echter Mustang-Designdaten sieht die geschrumpfte Ikone ihrem realen Vorbild zudem verblüffend ähnlich. Das alles, je nach Geschmack, in sportlich-dezentem Blau oder zuckrig-prinzessinenhaftem Rosa.

Nur in den Staaten
Sie warten schon die ganze Zeit auf das große ,Aber"? Nun, der Preis von 359,99 US-Dollar ( etwa 337 Euro) erscheint in Anbetracht des Gebotenen durchaus fair. Das Problem sind eher die ,US-Dollar". Es ist wirklich ein Jammer, aber momentan wird der Spielzeug-Mustang ausschließlich in Nordamerika angeboten. Ob, wann und für welchen Preis er auch nach Europa kommt, ist derzeit noch unbekannt.

Ikone für Kleine