Rallye-Ford von M-Sport mit VW-Besatzung

Erst Anfang Dezember hat Ford die taufrische Neuauflage des Fiesta vorgestellt. Nur zwei Wochen später wird jetzt eine WRC-Version für die Rallye-Weltmeisterschaft 2017 nachgeschoben. Wir werfen deshalb einen ersten Blick auf den Ford Fiesta RS WRC von M-Sport und die zukünftige und bereits sehr erfolgreiche Besatzung an Bord.

Neue Regularien sollen für mehr Spannung sorgen
Der radikal gestaltete Fiesta RS WRC erinnert rein optisch an die entfesselten Gruppe-B-Boliden der 80er-Jahre. Doch auch unter der von mächtigen Front- und Heckflügeln gekennzeichneten Karosserie haben die M-Sport-Spezialisten kaum einen Stein auf dem anderen gelassen. Gut 95 Prozent aller Teile wurden komplett neu konzipiert oder überarbeitet. Unter der Haube sitzt ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo, der durch die neuen Regularien für 2017 nun für 380 PS und 450 Newtonmeter gut ist und sich mit lediglich 1.190 Kilogramm Leergewicht beschäftigen muss. Die Power gelangt dann über ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe an einen Allradantrieb mit aktiv geregeltem Mitteldifferenzial.

Fahrwerk, Bremsen und Sicherheitsfeatures
Das vielfach einstellbare Fahrwerk basiert auf modifizierten McPherson-Federbeinen. Die speziellen Reiger-Stoßdämpfer besitzen ein externes Ölreservoir und lassen sich in puncto Zug- und Druckstufe modifizieren. Verzögert wird mit innenbelüfteten Scheibenbremsen samt Vierkolben-Monoblock-Bremssätteln von Brembo. Und kommt es doch einmal zu einem Zusammenstoß, werden Fahrer und Beifahrer von einer mit dem Chassis verschweißten Sicherheitszelle aus hochfestem Stahl sowie verstärkten Türrahmen geschützt.

VW-Besatzung im Rallye-Ford
Apropos Besatzung: Am Steuer des Fiesta RS WRC wird ab 2017 der vierfache WRC-Meister Sébastien Ogier sitzen, der nach dem Ausstieg von VW aus der WRC sowieso auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz war. Auf dem Beifahrersitz nimmt Julien Ingrassia Platz, der auch schon bei VW der Copilot von Ogier war. ,Unser Ziel für 2017 steht fest: Wir wollen wieder WM-Rallyes gewinnen", sagt M-Sport-Chef Malcolm Wilson. Wir drücken die Daumen, aber mit dieser Kombination stehen die Chancen gar nicht so schlecht.

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