Skoda Deutschland: 25 Jahre kontinuierliches Wachstum

Das Jahr 2016 ist ein besonderes für den tschechischen Autohersteller Skoda, vor allem in Deutschland. Vor rund 25 Jahren – am 28.3.1991 – fusionierte das Unternehmen mit dem Volkswagen-Konzern, eine der gelungensten Privatisierungen tschechoslowakischer Staatsbetriebe zu Beginn der 1990er-Jahre. Am 17. September 1991 wurde außerdem die Skoda Auto Deutschland GmbH gegründet, die seither für den Import von Skoda-Fahrzeugen auf den deutschen Markt verantwortlich ist. Wir haben uns beim Jahresabschluss-Pressegespräch 2016 mit Skoda schlau gemacht und werfen einen Blick auf die Fahrzeugpalette 2017.

Erfolgreichste Importmarke
Seit dem Start im Jahr 1991 geht es bei Skoda Deutschland kontinuierlich bergauf: Mit einem angepeilten Ziel von 185.000 Neuzulassungen in Deutschland bis zum Jahresende 2016 werden die Tschechen in diesem Jahr ein Wachstum von fast drei Prozent gegenüber 2015 schaffen. Damit ist Skoda zum achten Mal in Folge die erfolgreichste Importmarke auf dem deutschen Markt. Bei den Gesamtzulassungen schaffen es die Fahrzeuge aus Mladá Boleslav immerhin auf Platz 7.

Gesundes Wachstum
,Wir haben unsere Strategie des gesunden Wachstums erfolgreich fortgesetzt", meint Frank Jürgens, Sprecher der Geschäftsführung der Skoda Auto Deutschland GmbH. Und dabei betont er das Wort ,gesund". Denn die guten Verkaufszahlen wurden zum einen ohne den inzwischen eingestellten Roomster erzielt (mit SUVs lassen sich mittlerweile höhere Stückzahlen erreichen als mit Vans). Zum anderen drücke Skoda seine Autos nicht – wie die meisten Konkurrenten – mit vielen Eigenzulassungen in den Markt. Hier liegt man gemäß Jürgens bei einem Anteil von 32 Prozent, während der Durchschnitt in Deutschland bei 42 Prozent liege und per Oktober 2016 sogar auf bis zu 60 Prozent angestiegen sei. ,Mit dieser Strategie leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Profitabilität der Marke und zur Wertstabilität unserer Automobile", unterstrich der Skoda-Deutschland-Chef.

Geschäftskunden im Blick
War Skoda bisher eine Marke, die ihre Autos mehr als andere an Privatkunden verkaufte, so hat man jetzt auch Flottenbetreiber im Blick. Inzwischen bieten fast 140 ,Großkundenleistungszentren" maßgeschneiderte Dienstleistungen für gewerbliche Kunden an, wie zum Beispiel einen 24-Stunden-Service für Wartung und Reparatur an sieben Tagen in der Woche, damit sie ihre Fahrzeuge tagsüber uneingeschränkt nutzen können. Immerhin erhielten beim aktuellen Werkstatttest des Automobilclubs ADAC die Skoda-Servicebetriebe Bestnoten: Von fünf Skoda-Partnern, die der Club auf den Prüfstand stellte, wurden vier mit ,sehr gut" und einer mit ,gut" ausgezeichnet. Damit zählten die Tschechen zu den besten Marken im Test. Die Vertriebspartner haben außerdem die Umrüstung ihrer Betriebe auf das neue Handelsdesign so gut wie abgeschlossen. Jürgens dazu: ,Weit mehr Unternehmen als ursprünglich angenommen haben die Umstellung genutzt, um gleich neu zu bauen. Waren wir zunächst von 20 Neubauten ausgegangen, sind es tatsächlich fast 100 geworden."

Überrascht vom Erfolg des Superb
Überrascht wurde Skoda Deutschland vom Erfolg des neuen Topmodells Superb: In den ersten elf Monaten des Jahres 2016 wurden bereits über 22.000 Fahrzeuge zugelassen – mit großem Anteil des Kombis. Damit steht der Superb auf Platz 9 der meistverkauften Importautos, während die Modelle Octavia und Fabia sogar die Ränge 1 und 2 belegen.

Die neuen Modelle im Jahr 2017
Für ein erfolgreiches Skoda-Jahr 2017 soll vor allem das neue SUV Kodiaq sorgen, das in unserem Fahrbericht kürzlich hervorragend abgeschnitten hat. Seine Handelspremiere in Deutschland wird am 4. März 2017 sein. Darüber hinaus werden vier der sechs bestehenden Modellreihen im Jahr 2017 neu aufgelegt. Dazu gehört der überarbeitete Octavia, der ebenfalls am 4. März seinen Marktstart haben wird, und ab Mai 2017 von den Modellvarianten Scout und RS flankiert werden wird. Im Juni gehen dann die überarbeiteten Versionen des Skoda Rapid und des kleinen Citigo an den Start, denen sogleich eine Scout-Variante des Kodiaq folgen wird. Im Herbst 2017 kommen dann die Neuauflagen des Skoda Yeti und die sportliche ST-Variante des Kodiaq auf den Markt.

Jederzeit online
Der neue Kodiaq bietet erstmals bei der tschechischen Marke umfassende Entertainment- und Konnektivitätslösungen und ist jederzeit online. Das LTE-fähige ,Skoda Connect" ist in zwei Kategorien aufgeteilt: Die Infotainment-Online-Dienste dienen der Information und Navigation, die Care-Connect-Dienste helfen bei Pannen und Notfällen. Die Notruftaste eCall, die in Europa erst 2018 zur Standardausstattung wird, bietet Skoda bereits jetzt im Rahmen des Care-Connect-Dienstes an. Weitere Online-Dienste laufen über die Connect App. Damit lässt sich das Auto per Smartphone aus der Ferne überprüfen, konfigurieren und finden. Im Laufe des Jahres 2017 erhält auch der Octavia diese Neuerungen.

Skoda als Arbeitgeber
Skoda-Deutschland-Chef Frank Jürgens erwähnte abschließend, dass deutschlandweit über 20.000 Beschäftigte für die Marke arbeiten würden. Bei den Skoda-Partnern allein werden 200 neue Verkaufsleiter und Verkäufer sowie etwa 110 Serviceleiter und Serviceberater eingestellt. Bei Skoda Auto Deutschland selbst sind zum Jahresende 362 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt – gut fünf Prozent mehr als vor einem Jahr. Jürgens: ,Skoda sichert Beschäftigung und hat sich in der Wirtschaftsregion Rhein-Main zu einem attraktiven Arbeitgeber entwickelt."

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