Facelift für den Lamborghini Aventador

Sant`Agata Bolognese (Italien), 20. Dezember 2016 – Der Zahn der Zeit nagt auch an Supersportwagen wie dem Lamborghini Aventador. Daher haben sich die Italiener nun entschieden, dem Kampfstier, der seit 2011 auf dem Markt ist, ein umfassendes Upgrade zu spendieren. Dazu gehören neben ein paar Optik-Korrekturen auch Änderungen unter der Haut. Auch der Name ändert sich: Künftig heißt das Auto ,Aventador S".

Änderungen bei der Optik
Beginnen wir mit der Optik: Besonders auffällig ist das Facelift an der überarbeiteten Front, bei der nun rechts und links jeweils ein deutlich zu erkennender Kanal die Luft zu den Kühlern führt. Auch der Frontsplitter wurde verändert, er ist etwas länger geworden. Am Heck gibt es neu gestaltete Kotflügel, die in ihrer Form jetzt an den Countach erinnern sollen. Ein neuer Diffusor und ein aktiver Flügel mit drei Positionen runden das Bild ab. Doch die Korrekturen sind nicht nur kosmetischer Natur. Der Splitter an der Vorderachse konnte den Abtrieb dort beispielsweise um 130 Prozent verbessern.

Allradlenkung im Lambo
Auch technisch entwickelt Lamborghini den Aventador weiter. Zum ersten Mal werden in einem Serien-Lambo aktive Stoßdämpfer verbaut, die in vier verschiedenen Stufen eingestellt werden können. Ebenfalls als Highlight dürfte die neue Allradlenkung angesehen werden, deren Funktionsweise wir beispielsweise auch aus dem Porsche GT3 kennen: Bei langsamer Fahrt lenken die Achsen leicht gegensätzlich, um den Wendekreis zu verringern, während bei hohem Tempo die Achsen in die gleiche Richtung lenken, um die Fahrstabilität zu erhöhen. Ein neu abgestimmtes ESC-Programm spielt zusammen mit dem neu eingeführten ,Ego"-Fahrmodus eine große Rolle bei der Abstimmung des Autos. Im ,Ego"-Modus können nämlich sämtliche Parameter wie Aufhängung, Lenkung oder Antrieb frei miteinander kombiniert werden.

Motor und Reifen
Zwar war der Aventador bisher schon kein langsames Auto, mit dem Facelift legt Lamborghini aber noch einmal nach. 40 zusätzliche PS lassen den Stier nun auf 740 PS erstarken. Das Drehmoment bleibt bei 690 Newtonmeter. Die 0-100-km/h-Zeit liegt bei 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit bei extremen 350 km/h. Eine neue Abgasanlage sorgt nicht nur für den Lambo-typischen V12-Sound, sie spart auch rund 20 Prozent an Gewicht im Vergleich zu der Anlage im Vor-Facelift-Modell. Neu entwickelte P-Zero-Reifen von Pirelli sollen die geballte Kraft schließlich auf die Straße übertragen.

Der Preis ist heiß
Die Änderungen im Innenraum beschränken sich im Kern auf das Instrumentenbrett, in dem nun ein großer TFT-Bildschirm sitzt. Dieser ist völlig frei konfigurierbar und kann so auf die verschiedenen Wünsche des einzelnen Kunden zugeschnitten werden. Der überarbeitete Lamborghini Aventador S soll im Frühjahr 2017 bei den ersten glücklichen Kunden eintreffen. Der Preis liegt bei 335.000 Euro. Das Vorgänger-Modell startete bei 321.000 Euro. Ein ordentlicher Aufschlag – selbst für Lamborghini-Liebhaber.

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