Skoda Octavia RS: Facelift mit Kraftspritze

Mlada Boleslav (Tschechien), 20. Dezember 2016 – Skoda sorgt kurz vor Heiligabend für eine schöne Bescherung: Nach dem Facelift des ,normalen" Octavia erhält nun auch der sportliche RS das Mercedes-Gesicht. Parallel bekommt die Benzinversion 10 PS mehr verpasst.

Mit neuen Augen
Wenden wir uns zunächst dem Äußeren zu: Auch beim Octavia RS ist der Begriff ,Facelift" sehr wörtlich zu nehmen. Deutlichste Änderung sind der vergrößerte Kühlergrill und die nun räumlich abgetrennten, kleineren Scheinwerfer. Sie arbeiten serienmäßig mit adaptiver LED-Technik. Ein typisches RS-Merkmal sind große Lufteinlässe in Wabenstruktur im vorderen Stoßfänger. Dezenter geht es am Heck zu: Dort fällt der schwarze Diffusoraufsatz mit darüberliegendem breiten Reflektorband auf. Garniert wird der Anblick von einem Spoiler. Wie gehabt ist der Octavia RS als Fließheck und Kombi im Angebot.

Tiefer und breiter
Um den sportlichen Anspruch gerecht zu werden, liegt der Octavia RS 15 Millimeter tiefer als seine konventionellen Brüder, gleichzeitig ist die hintere Spur um 30 Millimeter breiter. Ab Werk befinden sich 17-Zoll-Alus in den Radhäusern, optional sind 18- und 19-Zöller lieferbar.

Riesen-Bildschirm und Clever-Details
Innen bietet der Super-Octavia ein schwarzes Interieur mit speziellen RS-Sportsitzen. Diese weisen integrierte Kopfstützen auf und sind auf Wunsch jetzt auch in Alcantara erhältlich. Übrigens verzichtet Skoda auch im RS nicht auf clevere Gimmicks wie einen Regenschirm unter dem Beifahrersitz oder eine herausnehmbare LED-Lampe im Kofferraum. Darüber hinaus halten neue Infotainmentsysteme Einzug, das Spitzenmodell verfügt über einen 9,2 Zoll großen Touchscreen. In Sachen Assistenztechnik kommen ein Totwinkelwarner und ein Trailer Assist hinzu, verschiedene Fahrwerksmodi bietet das DCC-System an.

Sportwagen-Jagd im Familien-Kombi
Den Zweiliter-Turbobenziner kennt man aus dem VW Golf GTI. Im neuen Skoda Octavia RS leistet er künftig 230 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter zwischen 1.500 und 4.600 Touren. Damit liegt er übrigens nur um 30 Newtonmeter unter dem unveränderten 184-PS-Diesel, der ebenfalls im RS angeboten wird. Zurück zum Benziner: 6,7 Sekunden auf Tempo 100 und 250 km/h Spitze sind eine starke Ansage. Geschaltet wird entweder manuell oder per DSG, in beiden Fällen stehen sechs Gänge bereit. Während der Ottomotor ausschließlich mit Frontantrieb (und elektronischer Differentialsperre XDS) erhältlich ist, kann der Diesel-RS auch mit Allrad bestellt werden. Die RS Limousine kann man zu Preisen ab 30.890 Euro ordern, für den Kombi werden mindestens 31.590 Euro fällig. Apropos ordern: Der Octavia RS ist keineswegs ein Nischenmodell. Seit dem Start der dritten Octavia-Generation im Jahr 2013 wurden weltweit rund 100.000 Exemplare ausgeliefert.

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