Neues I.D.-Modell von Volkswagen auf der NAIAS

Seit der Präsentation des Konzeptfahrzeugs VW I.D. auf dem Pariser Autosalon im Herbst 2016 steht das Kürzel in Verbindung mit vernetzten und vollelektrischen Fahrzeugen aus Wolfsburg. Auf der North American International Auto Show in Detroit (8. bis 22. Januar 2017) präsentiert der Hersteller nun ein weiteres Modell der I.D.-Familie, das in seiner Formensprache die Brücke zu früheren Konzept-Fahrzeugen und einem legendären Modell von VW schlagen dürfte.

MEB-Baukasten
Die I.D.-Studie basiert, wie auch das Konzept von Paris, auf dem modularen Elektrifizierungsbaukasten ,MEB". Wie der Kompaktwagen soll auch das kommende Detroit-Konzept vollautomatisch fahren können. Ein Druck auf das VW-Logo auf dem Lenkrad genügt, um das Steuer im Armaturenbrett zu versenken. Laserscanner, Ultraschall- und Radarsensoren sowie Kameras erkennen anschließend das Verkehrsumfeld, während der Fahrer sich entspannen oder auf andere Tätigkeiten konzentrieren kann.

T1-Anleihen im neuen I.D.
Das Design der neuen Studie soll an den berühmten VW T1, den Bulli, erinnern. Schon frühere Konzeptfahrzeuge der Wolfsburger zitierten in ihrer Designsprache den legendären Kleinbus. 2001 zeigte VW beispielsweise den ,Microbus" – ebenfalls in Detroit. 2011 folgte in Genf der ,Bulli" und 2016 auf der CES in Las Vegas schließlich der ,Budd-E".

Technische Details
Technisch erwarten wir von der neuen Studie große Gemeinsamkeiten mit dem ersten I.D. aus Paris. Dieser wird von einem 170 PS starken Elektromotor angetrieben – damit ist er exakt genauso stark wie der BMW i3. Im neuen Konzept sollen gleich zwei Elektromotoren einen Allradantrieb mit Kraft versorgen. Der Autoschlüssel wird vom Smartphone ersetzt. Mit diesem "Digital Key" öffnet man den Wagen und macht ihn fahrbereit. Gleichzeitig wird die "Volkswagen ID" des Fahrers aus einer Cloud abgerufen und der Wagen entsprechend eingestellt. Zum individuellen Profil gehören Sitz- und Klimaeinstellungen, favorisierte Radiosender und Media-Playlists, Einstellungen des Soundsystems, Kontaktdaten von Freunden und Geschäftspartnern und die Konfiguration des Navigationssystems. Außerdem soll die neue Studie über einen variablen Innenraum verfügen – ein typischer VW-Bus eben.

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