Sanftes Facelift für den Golf R

Bis vor ein paar Monaten war die Welt noch in Ordnung. Mit 300 PS und Allrad war der Golf R der unangefochtene Hahn im Korb der sportlichen Konzern-Kompakten. Dann kam der Golf GTI Clubsport S. Er hat nicht nur zehn PS mehr und einen epischen Nürburgring-Rundenrekord, sondern nach Meinung diverser Experten auch die spaßigeren Fahrdynamik-Anlagen. Mittlerweile ist sogar der Seat Leon Cupra auf 300 PS (und Allrad beim Kombi ST) angeschwollen, der Audi S3 leistet seit dem letzten Facelift sogar 310 PS. Höchste Zeit also, dass der Golf R nachlegt. Und genau das tut er jetzt.

Etwas stärker, etwas schneller
Von außen erkennt man das Golf R Facelift an einer dezent optimierten Front mit aggressiver modellierten Lufteinlässen und einem etwas prägnanteren zentralen Lüftungsgitter. Natürlich wird auch er vom überarbeiteten Innenraum mit neuem 9,2-Zoll-Display samt Gestensteuerung profitieren. Viel interessanter ist aber, was sich unter der Haube getan hat. Na gut, es ist nicht allzu viel, aber erwartungsgemäß leistet der 2,0-Liter-Turbo nun auch im Golf R 310 PS und 400 Newtonmeter. Das sind zehn PS und 20 Newtonmeter mehr als bisher. Der 0-100-km/h-Wert verkürzt sich analog auf 4,6 Sekunden. Ob dieser Wert mit DSG oder Handschaltung gemessen wurde, ist unbekannt. Bisher brauchte der R als Schalter 5,1 Sekunden, mit DSG waren es 4,9. Den Verbrauch gibt VW mit 7,0 Liter an.

Preiserhöhung inklusive
Die Preise für den Golf R 2017 starten bei 40.675 Euro für den Dreitürer mit manuellem Getriebe. Das sind 1.175 Euro mehr als bisher. Der Golf R Variant, der natürlich auch mit allen Facelift-Maßnahmen versehen wird, kostet nun mit DSG mindestens 44.800 Euro. Das geliftete Topmodell ist ab sofort bestellbar. Der Marktstart erfolgt wohl im März 2017.

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