Faraday Future auf der Elektronikmesse CES

In unter drei Sekunden sollte der FFZERO1 auf Tempo 100 sprinten. Der Elektro-Supersportler wurde 2016 von Faraday Future auf der Elektronikmesse CES gezeigt. Noch schneller soll das auf der kommenden CES (5. bis 8. Januar 2017) enthüllte Auto von Faraday Future sein. Die Ausrichtung ist aber eher bürgerlich, es handelt sich um ein Van-artiges SUV. Die ersten Bilder zeigen ein lang gestrecktes, aerodynamisch ausgefeiltes Auto.

,FF Prototype"
Der Hersteller bezeichnet das neue Auto einfach als FF Prototype. Dabei steht FF allerdings nicht für den Modellnamen, sondern für Faraday Future.
Der Wagen soll beim Sprint schneller als ein Tesla Model S P100D Ludicrous sein. Ein Video der Firma zeigt einen Beschleunigungswettbewerb, bei dem ein getarnter Erlkönig die Ziellinie vor dem Rivalen überquert. Dabei sprintet schon der Elektro-Tesla in 2,5 Sekunden auf Tempo 100. Faraday hat das Fahrzeug auch gegen das Tesla Model X, den Bentley Bentayga und den Ferrari 488 GTB antreten lassen – ein Hinweis auf die recht unterschiedlichen Konkurrenten.

Car-to-Car-Kommunikation und mehr
Wie es sich für ein zukunftsorientiertes Auto gehört, besitzt der FF-Neuling neben dem Elektroantrieb noch mehr moderne Technik. So verfügt er offenbar über eine Car-to-Car-Kommunikationstechnik, es soll sich ,mit jedem anderen Auto" verbinden, so FF auf seiner Facebook-Seite. Außerdem soll es zu einer ,neuen Art autonomer Fahrzeuge" gehören. Auch hat das Auto Kameras statt Rückspiegeln und besonders ergonomische Sitze. Außerdem fällt das im Look des X-förmigen Firmenlogos gehaltene Lichtmuster an Front und Heck auf – wozu es gut ist, erklärt FF noch nicht.

Eigens entwickelter Inverter
Auch zum Elektroantrieb und den Batterien gibt es nur sehr spärliche Angaben. Doch besitzt die Neuvorstellung den von FF patentierten Wechselrichter namens Echelon Inverter. Er kommt mit besonders wenig Komponenten aus und bietet dadurch eine um 20 bis 30 Prozent größere Leistungsdichte als bisherige Inverter. Der Wechselrichter ist bei Elektroautos für die Steuerung des Elektromotors (inklusive Rekuperation) verantwortlich. Damit ist er entscheidend für den Gesamtwirkungsgrad des Fahrzeugs.

2014 gegründet – mit Chinesen im Hintergrund
Das 2014 gegründete US-amerikanische Start-up-Unternehmen Faraday Future zählt inzwischen rund 1.000 Mitarbeiter und hat seinen Sitz im kalifornischen Gardena. Die Geldgeber sitzen jedoch in China – es handelt sich um die Elektronikfirma LeEco, wie die Los Angeles Times im November 2011 enthüllte. FF nimmt in der Saison 2016/2017 auch mit einem eigenen Team namens FF Dragon Racing an der Formel E teil. Das eingesetzte Fahrzeug soll mit seinen 270 PS in 2,9 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. <&html>

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