Codename Project One – über 1.000 PS

Es wird passieren! AMG baut in limitierter Kleinserie ein Hypercar mit aktueller Formel-1-Technik. Was sich hinter dem Codenamen Project One versteckt und wer sich vor dem Flügelmonster in acht nehmen muss – wir fassen zusammen.

Was wir wissen
Zugegeben, die Informationslage zum zukünftigen AMG-Hypercar ist noch recht dünn. Aber: Dass die PS-Schmiede aus Affalterbach nun endlich bestätigt hat, was die Spatzen schon länger von den Dächern pfiffen, ist ohnehin interessant genug. Es wird ein Hypercar geben, es trägt den Namen Project One und es wird dank aktueller Formel-1-Antriebstechnik auf über 1.000 PS kommen. Außerdem präsentierte Mercedes-AMG auf der Automesse NAIAS in Detroit (8. bis 22. Januar 2017) ein erstes Teaserbild, das die Silhouette des Project One in der Heckansicht zeigt. Darauf ist neben diversen Luftein- und Auslässen auch eine große Dachhutze zu sehen.

Formel-Eins-Power
Der Antriebsstrang des Project One wird aus dem Formel-1-Motor der aktuellsten Generation – einem 1,6-Liter-V6 mit Turboaufladung – sowie aus drei E-Motoren bestehen. Insgesamt sollen so über 1.000 PS anliegen. Die Kraft wandert an alle vier Räder, die Vorderachse ist rein elektrisch. Dank Hinterradlenkung und Aktivfahrwerk erwarten wir Fahrleistungen – und Rundenzeiten – auf höchstem Niveau. Ein Carbon-Monocoque und aktive Aerodynamik dürften für Rennsport-Optik vom Allerfeinsten und ein Fahrgefühl vom Stile eines Le-Mans-Prototypen liefern. Das i-Tüpfelchen auf dem Ganzen? Wie der Ur-SL und der jüngere SLS wird das Project One spektakuläre Flügeltüren bekommen.

Schweres Erbe und harte Konkurrenz
Flügeltüren? Le-Mans-Silhouette? Mercedes? Da klingelt es doch bei uns. Das Teaserbild erinnert uns sehr stark an den legendären Mercedes CLK GTR von 1997, der als LM-Version viele Erfolge auf Rennstrecken rund um die Welt feierte. Und auch der McLaren F1 GTR aus der selben Ära erinnert optisch an den künftigen Hyper-Silberpfeil. Doch welche Fahrzeuge werden sich wirklich mit dem Project One messen müssen? Nun, uns fallen da schon ein paar ein: Der McLaren P1 und seine Trackday-Version GTR zum Beispiel. Oder der Ferrari LaFerrari und die Rennstrecken-Variante FXX K. Vom Nordschleifen-König Porsche 918 ganz zu schweigen. Auch aus Skandinavien kommt starke Konkurrenz in Form des Koenigsegg One:1 und seines noch stärkeren Bruders Regera. Und in Kroatien wartet noch der Elektro-Supersportler Rimac Concept One auf den Mega-Benz. Alle aufgezählten Fahrzeuge leisten rund 1.000 PS und sind mit aktueller Hybrid- oder Elektro-Technik vollgestopft. Der Porsche 918 umrundete die Nürburgring Nordschleife in knapp unter sieben Minuten. Vom Project One erwarten wir uns eine erheblich schnellere Zeit.

Siebenstellig und limitiert
Klingt alles zu schön, um wahr zu sein? Schon ein kleines bisschen. Ganz und gar nicht freuen wir uns über die Limitierung auf 200 bis 300 Einheiten und den voraussichtlichen Preis von rund zwei Millionen Euro. Aber: Trotz des extremen Preises sei die Vorverkaufs-Liste bei AMG schon gut gefüllt. Schön für den, der es sich leisten kann. Wir sind gespannt, was Mercedes auf der Automesse IAA im Herbst 2017 in Frankfurt in Sachen Project One enthüllt. Es kann eigentlich nur gut werden.

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