Leon im Kleinformat: Alle Infos zum neuen Seat Ibiza

Er ist das Gesicht des Neuanfangs von Seat in den 1980er-Jahren und die Ikone der Marke schlechthin: der Ibiza. Seit 1984 wurden mehr als 5,4 Millionen Fahrzeuge verkauft. Umso höher ist die Erwartungshaltung mit Blick auf die Neuauflage, die auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) steht und im Juni in den Verkauf geht. Jetzt gibt es erste Bilder und man muss sagen: Dieser Spanier ist richtig schick geworden.

Leons adretter Bruder
Schon beim ersten Blick fällt die Ähnlichkeit zum größeren Leon auf. Ein Schaden ist das sicherlich nicht, hat sich der jüngst geliftete Leon doch zum Bestseller im Seat-Programm gemausert. Zur Unterscheidung (neben dem Format) trägt der neue Ibiza dreieckiges LED-Tagfahrlicht, optional gibt es ebenso geformte LED-Scheinwerfer. Zukünftig wird es den Kleinwagen nur noch als Fünftürer geben, laut Seat ersetzt die schnittige neue Formgebung den Dreitürer.

In die Breite gegangen
Der neue Seat Ibiza nutzt als erstes Auto im Volkswagen-Konzern die MQB-A0-Plattform und ist damit ein Ausblick auf den nächsten VW Polo. Auch die Nachfolger der VW-Up-Familie werden diese kürzere Variante des modularen Querbaukastens nutzen. Wenden wir uns den Abmessungen zu: Sowohl die Länge von 4,06 Meter als auch die Höhe von 1,44 Meter bleiben so gut wie unangetastet. Stramme neun Zentimeter gibt es hingegen bei der Breite mehr. Sie wächst auf 1,78 Meter. Zum Vergleich: Beim Leon sind es 1,81 Meter. Der Radstand vergrößert sich um fast zehn Zentimeter auf 2,56 Meter. Neben der Plattform sorgt diese Entscheidung für eine klare Verbesserung des bislang eher mäßigen Platzangebots im Ibiza. So bietet der Fußraum vor der Rückbank 35 Millimeter mehr Platz und die Sitze werden breiter. Der Kofferraum wächst um 63 Liter auf ein Fassungsvermögen von mindestens 355 Liter. Zugleich wurde die Ladekante abgesenkt.

Interessanter Erdgas-Turbo
Durch die MQB-Plattform kann der neue Ibiza auch Motoren aus dem Leon respektive dem VW Golf nutzen. Doch in der Kleinwagenklasse zählt oft jeder Euro, weshalb es bei 65 und 75 PS losgeht, jeweils aus einem Einliter-Saugbenziner mit drei Zylindern. Aus dessen Turbovariante werden 95 und 115 PS geholt, ab Ende 2017 kommt noch ein 1.5 TSI mit 150 PS und vier Zylindern hinzu. Etwas überraschend ist die Bandbreite an Dieselaggregaten: Hier handelt es sich um 1,6-Liter-Maschinen mit 80, 95 oder 115 PS. Eine Premiere ist der mit Erdgas betriebene 1.0 TSI mit 90 PS. Wie wird geschaltet? Bis 95 PS mit fünf Gängen, darüber gibt es sechs Gänge. Optional ist ein DSG mit sieben Stufen erhältlich.

Neue Assistenten
Die Bandbreite der Ausstattungsvarianten reicht vom Reference über den Style zu den Topversionen FR und Xcellence. Ähnlich wie beim Leon verfolgt der FR einen sportlichen Look, während der gleichteure Xcellence den Blickpunkt auf Komfort und Technologie legt. Das liefert uns das Stichwort für die neuen Assistenzsysteme im Ibiza. Im Programm sind eine Umfeldbeobachtung mit City-Notbremsfunktion, ein Tempomat mit automatischer Distanzregelung oder auch eine verbesserte Rückfahrkamera, die ihre Bilder auf einen Acht-Zoll-Touchscreen überträgt. Natürlich darf auch die Smartphone-Anbindung über Android Auto oder Apple Car Play nicht fehlen. Wer gerne Musik hört, sollte das Beats-Audiosystem mit sieben Lautsprechern und 300-Watt-Verstärker wählen.

Was ändert sich finanziell?
Zum Preis des neuen Ibiza schweigt sich Seat noch aus. Bislang beginnt der Fünftürer bei 12.690 Euro mit Einliter-Motor und 75 PS in der namenlosen Basisversion. Weil künftig 65 PS die Basis markieren, aber in der Reference-Ausstattung bislang eine Klimaanlage und ein Radio mit Touchscreen serienmäßig sind, dürfte sich am Euro-Einstiegsniveau nur minimal etwas ändern.

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