Der kleinste Benz gibt neue Karosseriedetails preis

Seit ihrem Debüt im Jahr 2012 wird die aktuelle Generation der Mercedes A-Klasse kontrovers diskutiert. Die einen mögen die sportliche Form des Fünftürers, die anderen finden das Design etwas zu beliebig, besonders am Heck. Geeint sind beide Lager (und die Fachpresse), was die miese Sicht nach hinten betrifft. Beim Nachfolger des W 176, wie die A-Klasse intern heißt, will Mercedes offenbar manche Kritikpunkte beheben. Das zeigt ein Erlkönig, der durch weniger Tarnung neue Details preisgibt.

Mehr Eleganz
Unter anderem ist eindeutig erkennbar, dass die Frontpartie flacher verläuft und so besonders die Nase der A-Klasse eleganter wird. LED-Technik ermöglicht schmale mandelförmige Scheinwerfer, die ein weiterer Pluspunkt in Sachen Eleganz sind. Die Außenspiegel verlassen die Fensterdreiecke, ihre Füße befinden sich künftig auf den Türen. Im seitlichen Profil führt die neue Mercedes A-Klasse das erfolgreiche Design des aktuellen A fort, verbessert es aber an vielen Stellen. So fällt die Oberkante der hinteren Fenster später als bislang nach unten ab, gleichzeitig begradigt man die Schulterlinie. Zudem werden die Fondtüren etwas verlängert. Als Effekt wirkt der Wagen ruhiger und der Ausblick nach draußen verbessert sich.

Plus bei Länge und Radstand
Es bleibt aber bei der breiten C-Säule, wobei ein vergrößertes Heckfenster etwas mehr vom Geschehen hinter dem Fahrzeug zeigt. Die neuen Rückleuchten betonen die Horizontale und reichen künftig in die Heckklappe hinein. Zu guter Letzt wird der hintere Überhang verlängert. Daher dürften auf die bisherigen 4,30 Meter einige Zentimeter hinzukommen, gleiches gilt für den Radstand von derzeit noch 2,70 Meter. Bei den Motoren erwarten wir keine radikalen Änderungen, sondern lediglich einige PS mehr. So könnte zum Beispiel der 1,6-Liter-Benziner mit 129 PS aus dem C 160 in den A 180 wandern. Noch offen ist, ob das derzeitige Doppelkupplungsgetriebe der A-Klasse durch eine Wandlerautomatik ersetzt wird.

Premiere wohl erst 2018
Offiziell vorgestellt wird die kommende Mercedes A-Klasse voraussichtlich Anfang 2018. Sie basiert auf der zweiten Generation der modularen Frontantriebs-Architektur, kurz MFA2. Jene Plattform soll insgesamt acht Modelle ermöglichen, wie Mercedes im Januar 2017 auf der Automesse NAIAS in Detroit bekanntgab. Gesetzt sind neben der A-Klasse auch der CLA, der CLA Shooting Brake, der GLA und die B-Klasse. Es bleiben also noch drei Projekte übrig: Im Gespräch sind ein GLB und eine A-Klasse Limousine. Letztere scheint bereits fest eingeplant zu sein, wie Mercedes kürzlich mit der Skulptur ,Aesthetics A" zeigte.

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