PSA-Chef Tavares gibt Zusage an Bundeskanzlerin Merkel

Eine Übernahme von Opel durch den französischen PSA-Konzern rückt in immer greifbarere Nähe. Doch was wird aus den gut 38.000 Opel-Beschäftigten, von denen mehr als 19.000 ihren Job in Deutschland haben?

Garantie vom PSA-Boss
Es scheint erst einmal kein Jobabbau im Raum zu stehen: Laut Regierungssprecher Steffen Seibert haben Bundeskanzlerin Merkel und PSA-Chef Tavares bezüglich der geplanten Opel-Übernahme telefoniert. Dabei habe Tavares laut Seibert bekräftigt, ,dass PSA die Eigenständigkeit von Opel im Konzernverbund erhalten und die Standort-, Investitions- und Beschäftigungsgarantien übernehmen werde."

Ziehen alle an einem Strang?
Zugleich traf Tavares gestern mit Vertretern der IG Metall, des Europäischen Betriebsrats von Opel und dem PSA-Personalvorstand zusammen. Opel und die britische Tochter Vauxhall haben unter anderem Werke in Großbritannien, Polen und Spanien. Beschlossen wurden weitere Gespräche. PSA bekräftigte seine Zusage, existierende Vereinbarungen in Europa einzuhalten und den Dialog fortzuführen. Gemeinsam mit dem Opel-Management wolle man einen ,europäischen Automobil-Champion mit deutsch-französischen Wurzeln" schaffen. Es scheint also gut für die Arbeitnehmer bei Opel auszusehen. Indes ist sowohl in Frankreich als auch ein Deutschland ein wichtiges Wahljahr. Gut möglich, dass das Thema Arbeitsplätze bei Opel respektive Peugeot und Citroën deshalb noch an Fahrt aufnehmen wird.

Lesen Sie auch:

Sichere Jobs bei Opel?