Peugeot zeigt in Genf ein autonomes Fahrzeug

Pünktlich zum Genfer Autosalon 2017 (9. bis 19. März) kommt der französische Autohersteller Peugeot mit einem autonomen Fahrzeug um die Ecke. Das ,Instinct Concept" soll die Brücke zwischen dem Auto, seinem Fahrer und dessen Umfeld noch besser schlagen können, als es die Mitbewerber momentan tun.

Shootingbrake mit scharfen Kanten
Peugeots Ansatz zum selbstfahrenden Auto kommt in Form eines klassischen Shootingbrakes daher. Das Design erinnert entfernt an den Ferrari F12. Die Linien sind scharf gezeichnet und die LED-Scheinwerfer eher schmale Schlitze. Über der tiefblauen Karosserie thront ein großes Glasdach, das von einem ebenfalls tiefblauen Rückgrat gehalten wird. Eine aktive Aerodynamik mit beweglichen Spoilern und Kühlelementen soll den Luftwiderstand an die jeweilige Fahrsituation anpassen. Unter der langen Haube sitzt ein Plug-in-Hybrid mit rund 300 PS Systemleistung, der alle vier Räder antreibt.

Vier Fahrmodi an Bord
Interessanter als die Antriebs-Technik sind die Systeme unter dem Glasdach. Die Passagiere nehmen auf Sitzen Platz, die denen eines Flugzeugs nachempfunden sind und sich von einer aufrechten Position in ein fast vollständig flaches Bett verwandeln lassen. Lenkrad und Pedale fahren in einem der beiden autonomen Modi – ,Autonomous Sharp" und ,Autonomous Soft" – selbstständig in die Mittelkonsole und verschwinden dort. Auch für das aktive Fahren gibt es zwei Modi: ,Drive Boost" und ,Drive Select".

Das Internet der Dinge
Besonderes Augenmerk legten die Peugeot-Entwickler auf die Implementierung der IoT-Plattform. Das steht für ,Internet of Things" oder zu deutsch ,Internet der Dinge". Gemeint sind damit vernetzte Geräte wie Smartphones, Smartwatches oder aber auch mit dem Internet verbundene Haushalts- oder Entertainment-Geräte. Mit Hilfe des IoT soll der Peugeot von seinem Nutzer lernen und dessen Tagesablauf verbessern. Ein Beispiel: ,Es ist Montag, 7:45 Uhr. Sie fahren eine Viertelstunde früher als sonst los, um rechtzeitig in Ihr Meeting um 8:30 Uhr zu kommen. Das Navigationsgerät Ihres Fahrzeugs hat sich unter Berücksichtigung der Verkehrs- und der Wetterlage mit Ihrem Terminkalender abgestimmt und Ihnen vorgeschlagen, Ihre Abfahrt um 15 Minuten vorzuverlegen, um pünktlich anzukommen. Sie steigen in Ihr Fahrzeug ein und die HiFi-Anlage spielt den Musiktitel weiter, den Sie zuvor in Ihrem Wohnzimmer gehört haben. Sobald Sie den Motor starten, wird die Haustür verriegelt." Klingt ziemlich cool, oder?

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