Audi RS 5 debütiert in Genf

Audi Sport (die quattro GmbH ist ja Geschichte) hat sich ganz schön Zeit gelassen, aber sieben Jahre nach dem Debüt der ersten Generation ist er endlich da: Begrüßen Sie mit uns den nagelneuen Audi RS 5. Wie die Ingolstädter stolz verkünden, erinnert ihr neuer BMW-M4-Gegner an den großartigen Audi 90 Quattro IMSA-GTO-Rennwagen. Wir sind uns da nicht ganz so sicher, aber entscheiden Sie am besten selbst, ein Bild des IMSA-GTO finden Sie in der angehängten Bildergalerie.

Neuer Biturbo-V6
Viel entscheidender sind ohnehin andere Dinge: Denn erstmals wird ein Audi RS 5 keinen V8-Sauger mehr unter der Haube haben. Viele werden das sehr schade finden, aber wenn man sich die Daten des neuen 2,9-Liter-Biturbo-V6 (eine komplette Neuentwicklung übrigens) ansieht, sollte es mit dem Ärger schnell vorbei sein. Na gut, mit 450 PS bleibt die Leistung gleich, allerdings steigt das Drehmoment auf 600 Newtonmeter. Das sind sage und schreibe 170 Newtonmeter mehr als bisher. Und all diese Newtonmeter liegen bereits ab 1.900 Touren an. Auch die Fahrleistungen profitieren: Der neue Audi RS 5 sprintet in 3,9 Sekunden von 0-100 km/h und schafft optional 280 km/h Spitze. Der Vorgänger brauchte noch 4,6 Sekunden. Außerdem schluckte er 10,8 Liter im Schnitt, der RS 5 2017 soll mit 8,7 Liter auskommen.

60 Kilo leichter
Nun könnte man argumentieren: Fahrleistungen und Verbrauch waren für die meisten Kunden sicher nicht das Problem am alten Auto. Vielmehr wirkte der erste RS 5 immer ein wenig zu schwer und nie so richtig aufregend zu fahren. Zumindest für ein Auto, das ein RS-Schild auf dem Rücken trägt. Der neue RS 5 könnte hier durchaus Abhilfe schaffen, schließlich ist er 60 Kilo leichter geworden. Optional gibt es nun außerdem ein Carbon-Dach, das ein paar weitere Kilos vernichten sollte. Alles in allem kommt der neue RS 5 nun auf 1.655 Kilo. Noch immer alles andere als leicht, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Schließlich ist der neue RS 5 über sieben Zentimeter länger als der alte.

Hecklastigerer Allradantrieb
Und auch bei der Fahrdynamik (dort, wo der Vorgänger immer etwas plump wirkte) scheint Audi einige Fortschritte gemacht zu haben. An der Vorderachse kriegt der neue RS 5 eine weiterentwickelte Fünflenkerachse. Hinten gibt es nun ebenfalls eine Fünflenker-Konstruktion. Sie löst die alte Trapezlenkerachse ab, was sowohl der Agilität als auch dem Komfort zugute kommen soll. Über eine Achtgang-Automatik geht die Kraft wie üblich an alle vier Räder. Allerdings verteilt sich die Kraft nun zugunsten der Hinterachse. Im Verhältnis 40 zu 60, um genau zu sein. Wer will, kriegt gegen Aufpreis zudem ein Sportdifferenzial an der Hinterachse. All das sollte alle Menschen freuen, die auf mehr hecklastigen Fahrspaß Wert legen. Und Audi hat unter die offiziellen Bilder sogar eines gemischt, auf dem der RS 5 einen blitzsauberen Drift vollführt. Verheißungsvoll.

Ab Juni 2017
Weitere Optionen für den neuen RS 5 beinhalten riesige Carbon-Keramik-Bremsen, das RS-Sportfahrwerk plus mit adaptiven Dämpfern und eine Dynamiklenkung. Marktstart für Audis M4-Konkurrenten ist im Juni 2017. Die Preise starten bei 80.900 Euro.

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