PS für Putin: Hier fährt die neue Moskauer Staatslimousine

Es ist bei Erlkönigen ja meistens so: Trotz aller Tarnung erkennt man den Hersteller, denn die typischen Markenzeichen an der Frontpartie sind einfach zu markant. Aber es gibt auch Ausnahmen. Ein Beispiel ist unserem Fotografen nun vor die Linse gefahren: Rolls-Royce auf den ersten Blick, bei genauerer Recherche aber etwas komplett anderes.

Starker englischer Einschlag
Denn bei näherem Hinsehen wundert man sich: Der Kühlergrill ähnelt einem Rolls-Royce, ist aber schmaler. Das Fahrzeug ist zwar nicht klein, aber bei weitem nicht so kantig-wuchtig wie das britische Original. Überhaupt ist die Formgebung zwar englisch angehaucht, aber sehr rundlich im Stil der Bentley ,State Limousine" von Queen Elizabeth II.. Der erste Gedanke: Ein China-Klon vielleicht? Schließlich hatte Geely mal eine Phantom-Kopie im Angebot.

Regierungs-Limousine für Russland
Doch des Rätsels Lösung liegt in Russland. Dort hat Präsident Putin höchstselbst die Entwicklung einer Staatslimousine veranlasst, die in bester Tradition von Tschaika und ZIL stehen soll. ,Kortezh" lautet ihr Name, was übersetzt so viel wie ,Festzug" bedeutet. Auch eine SUV-Variante ist in Planung, von beiden Modellen sollen zusammen 5.000 Exemplare gebaut werden. Wie einst beim Lada Samara ist bei der Entwicklung der Kraftübertragung Porsche mit im Boot. Geplant sind Acht- und Zwölfzylinder. Zur Premiere des ,Kortezh" bieten sich zwei Termine an: Ende Oktober 2017 auf dem Moskauer Autosalon parallel zu den Feiern ,100 Jahre Oktoberrevolution" oder schon am 9. Mai im Rahmen der traditionellen Parade zum Sieg über Nazi-Deutschland 1945.

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