Verbesserte Fahrerassistenten bei Mercedes

Im Herbst 2017 startet die neue Mercedes S-Klasse. Doch schon jetzt verrät der Hersteller, mit welchen Fahrassistenzsystemen das Flaggschiff den nächsten Schritt hin zum autonomen Fahren machen wird.

Distronic bremst vor Hindernissen
Wie vom Audi A4 und Q7 bekannt, verlangsamt der Abstandstempomat (der bei Mercedes Distronic heißt) nun das Auto automatisch vor Hindernissen. Vor Kurven, Kreuzungen, Kreisverkehren oder Mautstellen wird gebremst, danach wieder beschleunigt. Auch das Navi-Ziel wird berücksichtigt. So wird vor einer Abzweigung, die man nehmen muss, automatisch verlangsamt. Im Sportmodus wird jedoch weniger gebremst als in ,Comfort". Im Eco-Modus wird so stark verzögert, dass der Lenkassistent der Kurve noch folgen kann – so ist automatisiertes Fahren für längere Zeit auf Landstraßen schon möglich.

Automatischer Spurwechsel – wie bei der E-Klasse
Wie die E-Klasse kann künftig auch die S-Klasse automatisch die Spur wechseln. Auf mehrspurigen Straßen reicht dazu beim Fahren mit Tempo 80 bis 180 das Antippen des Blinkers. Die Sensoren überprüfen natürlich, ob die Nebenspur auch frei ist.

Tempolimit wird automatisch berücksichtigt
Die Option, das aktuelle Tempolimit automatisch zu berücksichtigen, ist ebenfalls von Audi bekannt. Das aktuelle Tempolimit wird (über die Verkehrszeichenerkennung oder über die Navidaten) erkannt und das eingestellte Tempo automatisch heruntergeregelt. Dabei wird die Geschwindigkeit auch vorausschauend angepasst. Auf Autobahnabschnitten ohne Tempolimit wird die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h eingestellt.

Ausweich-Lenk-Assistent
Natürlich hat die S-Klasse auch ein Antikollisionssystem mit Notbremsfunktion. Darüber hinaus gibt es einen Ausweich-Lenk-Assistenten. Er unterstützt den Fahrer beim Ausweichen, wenn ein Fußgänger vors Auto läuft. Lässt der Fahrer durch eine Lenkbewegung erkennen, dass er ausweichen möchte, verstärkt das System die Lenkkraft in der gewählten Richtung.

Warnungen via Car-to-X-Kommunikation
Die neue S-Klasse kann auch andere Autos vor erkannten Gefahrensituationen warnen, und zwar via Car-to-X-Kommunikation. Natürlich empfängt der Wagen entsprechende Warnungen auch. Sie werden dann wie Staus in der Navi-Karte angezeigt. Auch eine Warnung per Sprachausgabe ist möglich.

Ferngesteuertes Parken
Der ,Remote Park-Assistent" ermöglicht es, das Auto bei engen Parklücken oder Garagen via Smartphone von außen einzuparken. Das Auto kann sowohl vorwärts wie rückwärts, und sowohl in Längs- wie in Querparklücken geparkt werden. Ausparken aus Querparklücken ist ebenfalls möglich.

Kaum mehr die Speerspitze der Innovation
Wenn man noch im Hinterkopf hat, wie die S-Klasse früher in Sachen Technologie voranging, enttäuschen die neuen Assistenzsysteme etwas. Über das beim Audi Q7 oder A4 Gebotene geht Mercedes nur punktuell hinaus – nämlich bei der Car-to-X-Kommunikation und beim Parken via Fernbedienung. Beim automatischen Spurwechsel vollzieht die S-Klasse nur das nach, was die E-Klasse schon kann.

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