Start im Juli 2017: Neue Details der Mercedes-Modellpflege

Das Beste oder nichts: So lautet der selbstbewusste Slogan des Daimler-Konzerns. Doch das bedeutet auch, ständig am Ball zu bleiben, um von der Konkurrenz nicht abgehängt zu werden. Etwa in der Oberklasse, wo die 7er-Reihe von BMW und bald der neue Audi A8 technologisch auftrumpfen. Ergo rüstet Mercedes seine S-Klasse auf. Jetzt gibt es mehr Informationen zu dem Facelift, das auf der Automesse in Shanghai (19. bis 28. Apil 2017) debütiert und im Juli in Europa startet.

Umwälzungen bei der Motorenpalette
Optisch arbeitet Mercedes nur mit dem feinen Pinsel: An einer neuen Grafik des Tagfahrlichts wird die überarbeitete S-Klasse äußerlich erkennbar sein. Wahrscheinlich sind auch leichte Modifikationen an den Stoßfänger. Viel entscheidender sind die Änderungen unter dem Blech. Es sind neue Motoren geplant: Reihen-Sechszylinder als Diesel und Benziner sowie ein neuer V8-Biturbo-Benziner. Letzterer könnte ein Ableger der Aggregate in den AMG-63-Modellen sein. Außerdem plant Mercedes einen Plug-in-Hybrid mit rund 50 Kilometer elektrischer Reichweite. Abgerundet wird die Antriebs-Offensive durch einen integrierten Starter-Generator auf 48-Volt-Basis und einen elektrischen Zusatzverdichter.

Verbesserte Helferlein
Auch in Richtung autonomes Fahren macht Mercedes bei der S-Klasse einen Schritt nach vorne, schließlich möchte man vermeiden, dass innovationsliebende Kunden zur E-Klasse abwandern. Durch verbesserte Kamera- und Radarsysteme soll das Verkehrsumfeld noch besser beobachtet werden, zudem werden Karten- und Navigationsdaten mit einbezogen, etwa für den adaptiven Abstandstempomat. Beim aktiven Spurwechsel-Assistenten genügt ein Antippen des Blinkers für das Einleiten des Spurwechsels. Ein weiterer Assistent bremst das Fahrzeug im Notfall bis zum Stillstand ab, beim sogenannten ,Staufolgefahren" sind nun Stopps bis zu 30 Sekunden möglich. Die Bedienung aller Funktionen erfolgt an einem neuen Lenkrad, zudem wird im verbesserten Kombiinstrument angezeigt, welche Assistenzfunktionen gerade aktiv sind.

Ein ferngesteuertes Auto für Große
Der 7er-BMW hat es vorgemacht, jetzt zieht die Mercedes S-Klasse nach: Ziemlich ,denglisch" heißt das Zauberwort ,Remote Park-Assistent". Via Smartphone kann das Fahrzeug von außen in Garagen oder enge Parklücken rangiert werden. Die Fernsteuer-Funktion funktioniert vorwärts wie rückwärts in Längs- und Querparklücken. Auch ein Ausparken aus Querparklücken ist möglich. Für Parkhäuser ist offenbar der ,Explore"-Modus gedacht, in dem die S-Klasse bis zu 15 Meter geradeaus sowohl vorwärts wie rückwärts fährt und sogar an Hindernissen vorbeilenkt.

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