Neue Plattform, weniger Gewicht und Antriebe aus Bentayga und Porsche Panamera

Der Bentley Continental GT in seiner jetzigen Form ist bereits seit 2011 auf dem Markt und 2015 wurde er mit einem mittelschweren Facelift versehen. Etwa um diese Zeit tauchten auch bereits die ersten Erlkönige auf. Dabei handelte es sich um neue Fahrzeugplattformen, die unter einer gekürzten Porsche-Panamera-Karosserie versteckt waren. Rund zwei Jahre später ist unserem Erlkönig-Fotografen nun ein Continental GT vor die Linse gefahren, der sich am Ende seines Testzyklus befindet und nur noch wenig getarnt ist. Wir blicken deshalb jetzt schon einmal vor der offiziellen Präsentation auf der IAA 2017 in Frankfurt (14. bis 24. September) unter die verbliebene Erlkönig-Schminke.

Evolution statt Revolution … zumindest beim Design
Einen finalen Blick auf das Design können wir selbstverständlich noch nicht liefern, doch im Jahr 2015 zeigte Bentley mit der Studie EXP 10 Speed 6, wie ein künftiges Oberklasse-Coupé der Marke aussehen könnte. Wenn der Hersteller viele Elemente der Gestaltung ins Serienmodell überträgt, könnte der neue Continental GT also ein ziemlicher Hingucker werden. Die gleiche Behauptung gilt übrigens immer noch, wenn wir uns die Cabrio-Studie namens EXP 12 Speed 6e zu Gemüte führen, die Bentley 2017 in Genf zeigte. Vermutungen und Wunschdenken, klar, denn allzu große Designsprünge macht der Autobauer wahrscheinlich nicht. Anstelle einer Revolution erwartet uns wohl eher eine zaghafte Evolution, wie wir es beim Sprung von der ersten in die zweite Continental-GT-Generation im Jahr 2011 gesehen haben.

W12, V8 und ein umweltbewusster Antrieb
Wie der aktuelle Porsche Panamera wird auch der Continental GT auf der MSB-Plattform aufbauen. Heißt: Das derzeit noch bis zu 2,5 Tonnen schwere Coupé wird einiges an Pfunden abstreifen können. Eine Diät tut dem Wagen zwar sicher gut, unter die Zwei-Tonnen-Marke wird er aber trotzdem nicht rutschen. Antriebe? Der 6,0-Liter-W12 aus dem Bentley Bentayga mit 608 PS und 900 Newtonmeter Drehmoment gilt als gesetzt. Doch auch V8-Aggregate werden zum Einsatz kommen. Denkbar ist beispielsweise der 4,0-Liter-V8 aus dem aktuellen Porsche Panamera Turbo, der durch eine Biturbo-Aufladung 550 PS und 770 Newtonmeter produziert. Und auch einen Öko-Spar-Conti-GT wird es wohl geben. Dann kombiniert Bentley einen V6-Benziner mit einem Elektromotor. Ganz wie im Panamera E-Hybrid mit 462 PS und einem NEFZ-Verbrauch von 2,5 Liter je 100 Kilometer.

Lesen Sie auch:

Bildergalerie: Erlkönig: Bentley Continental GT