Was uns bei der Sportversion des Ateca erwartet

Das konnte man eigentlich kommen sehen. Wie neue Erlkönigbilder vom Nürburgring zeigen, feilt Seat an einer Sportversion seines Erfolgs-SUVs Ateca. Es klingt irgendwie absurd, aber AMG (GLA 45) oder Audi (RS Q3) haben bereits gezeigt, dass man mit rabbiat motorisierten Kompakt-SUVs ordentlich Kasse machen kann. Nun will Seat offenbar nachziehen.

Kommt er mit 300 PS?
Bisher sind 190 PS (als Diesel und Benziner) das Maß der Dinge beim Ateca. Die Krawall-Version des kleinen Crossover – es ist davon auszugehen, dass sie Ateca Cupra heissen wird – dürfte über 100 PS mehr leisten. Aller Voraussicht nach wird sich nämlich Volkswagens 2,0-Liter-TSI-Tausendsassa unter der Haube des spanischen Sportkraxlers befinden. Im aktuellen Leon Cupra leistet er 300 PS und 380 Newtonmeter. Das reicht im Leon-Kombi ST in Verbindung mit Allradantrieb für ziemlich unvernünftige 4,9 Sekunden von 0-100 km/h und 250 km/h Spitze. Im kaum schwereren Ateca dürften ähnlich horrende Fahrleistungen drin sein.

Mehr Sound
Dass wir es bei oben gezeigtem Prototypen mit einer deutlich performanteren Ateca-Variante zu tun haben, sieht man unterem anderem an den vier Auspuffendrohren und größeren Rädern. Außerdem berichtet unser Erlkönig-Fotograf von einem deutlich kernigeren Sound. Die Serienversion des Seat Ateca Cupra dürfte darüber hinaus ein strafferes Fahrwerk und sportlicher gezeichnete Schürzen erhalten.

Keine wirkliche Konkurrenz
Echte Konkurrenz hätte der Performance-Ateca nicht zu fürchten. Der Mini John Cooper Works Countryman ist mit 231 PS deutlich schwächer, die bereits genannten Audi RS Q3 (340 bis 367 PS) und Mercedes-AMG GLA 45 (381 PS) sind viel stärker und teurer. Der Ateca Cupra dürfte in der Serienversion wohl etwas über 40.000 Euro kosten. Wann er auf den Markt kommt, ist noch unklar. Wir rechnen jedoch mit einem Start im Laufe des Jahres 2018.

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