Was sich bis 2025 ändern soll und wo die Vorteile liegen ...

Wenn über alternative Antriebe für Kraftfahrzeuge diskutiert wird, fallen aktuell sehr schnell die Schlagwörter Brennstoffzelle, Wasserstoff, Strom oder Elektromotor. Tolle Technologien, keine Frage, aber doch auch noch sehr teuer und sehr kompliziert. Zukunftstechnologien eben. Fast ein wenig in Vergessenheit gerät da, dass es schon heute eine relativ einfache, kostengünstige und auch grünere Möglichkeit gibt, den Personen- und Güterverkehr anzutreiben: Erdgas. Nun haben der Volkswagen-Konzern, Betreiber von CNG-Tankstellen und Gasnetzanbieter eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, mit der sie sich zum Ausbau der CNG-Mobilität bekennen.

Die Ziele bis 2025?
Ziel der Unterzeichner (zu ihnen gehören neben der VW AG auch E.ON, Gazprom, Gazu, ONTRAS, Open Grid, Pitpoint B.V. und TOTAL) ist es jetzt, bis 2025 in Deutschland die CNG-Fahrzeugflotte zu verzehnfachen und damit auf eine Million Fahrzeuge zu erhöhen. Außerdem will man das CNG-Tankstellennetz vergrößern und es in den nächsten acht Jahren von 900 auf 2.000 Standorte ausbauen.

Was ist "CNG" genau?
Aber was ist ,CNG" überhaupt? Die Abkürzung steht für ,Compressed Natural Gas" – also um komprimiertes aber noch gasförmiges Erdgas. Erdgas kommt in natürlichen Lagerstätten unter der Erde vor und besteht hauptsächlich aus hoch entzündlichem Methan. Hier liegt der große Unterschied zu Autogas, das meist bei der Raffinierung von Erdöl entsteht und sich vornehmlich aus Butan oder Propan zusammensetzt.

Wo liegen die Vorteile von Erdgas?
Der Vorteil von Erdgas liegt gegenüber konventionellen Flüssigkraftstoffen wie Benzin oder Diesel in der saubereren Verbrennung. Erstens kann Erdgas nämlich bereits gasförmig in den Brennraum geleitet werden und liegt nicht in einer feinen Tröpfchenform vor, zweitens sind die Molekülketten kürzer und das Verhältnis von Wasserstoff- zu Kohlenstoffatomen ist besser. Folglich können mehr Wasserstoffatome mit Sauerstoff reagieren und bei der Verbrennung werden weniger Kohlendioxid und Ruß erzeugt. So wird Erdgas zwar kein Allheilmittel in Sachen Umweltschutz, ist aber eine sauberere Alternative zu Benzin und Diesel. Aus diesem Grund hat das Bundeskabinett im Februar 2017 beschlossen, dass die Steuererleichterung für Erdgas noch bis zum Jahr 2026 verlängert wird (bis 2024 in vollem Umfang, danach findet eine Degression statt). Bislang sollte der Kraftstoff nur bis zum 31. Dezember 2018 steuerlich vergünstigt werden. Für Autogas gilt diese Verlängerung übrigens nicht.

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