Ungewöhnlich: Binz macht das Tesla Model S zum Bestattungswagen

Dezent, leise, diskret: Diese Attribute fallen einem spontan für die Arbeit von Bestattungsunternehmen ein. Dazu passt der äußerst ungewöhnliche Fahrzeugumbau, den die in diesem Gewerbe sehr bekannte Firma Binz durchgeführt hat. Auf der Bestattungsfachmesse ,Forum Befa" in Hamburg wurde jetzt ein Elektro-Bestattungswagen auf Tesla-Basis vorgestellt.

Ordentlich zugelegt
Die Grundlage für das landläufig als ,Leichenwagen" bezeichnete Fahrzeug ist das Tesla Model S. Der Radstand wächst um 84 Zentimeter auf 3,80 Meter, passend dazu gibt es ein Längenplus im gleichen Maß auf 5,82 Meter. Damit der zu transportierende Sarg auch nach oben noch Luft hat (etwa für Blumengestecke oder Kränze), beträgt die Höhe nach dem Umbau 1,72 Meter, ein Zuschlag von 28 Zentimeter.

Sauber über den Friedhof
Binz gibt für den ,Binz.E", so der offizielle Name des Sonder-Tesla eine elektrische Reichweite von 350 Kilometer an. Diese kann je nach gewählter Basis differieren, aufgrund des Mehrgewichts nach dem Umbau dürften aber die Mega-Reichweiten des normalen Model S nicht erreichbar sein. Doch notwendig ist das in den meisten Fällen sowieso nicht, da die häufigsten Fahrten vom Ort der Bestattungsfeier zum Friedhof eher Kurzstrecke sind. Dort kann der Binz.E seine Trümpfe ausspielen: Weder Lärm noch Abgase stören den Trauermarsch. Zum Preis äußert sich Binz noch nicht, angesichts der gut 93.500 Euro für das günstigste Tesla Model S ist aber eine sechsstellige Summe so gut wie sicher.

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