Der Kleinwagen könnte hierzulande als Punto auf den Markt kommen

In seiner aktuellen Form ist der Fiat Punto seit 2005 auf dem Markt. Und zwölf Jahre sind eine lange Zeit für eine einzige Autogeneration. Okay in den Jahren 2009 und 2012 spendierte der italienische Hersteller dem Kleinwagen jeweils ein mehr oder minder umfangreiches Facelift, eine völlig neu konstruierte Ablösung lässt aber immer noch auf sich warten. Doch jetzt scheint Bewegung in die Generationswechsel-Bude zu kommen, denn Fiat hat den neuen Argo vorgestellt – einen vier Meter langen Kleinwagen für Brasilien. Was den Argo ausmacht und ob der Südamerikaner als neuer Punto auch nach Europa kommen könnte?

Basiswissen und Abmessungen
Der Argo basiert auf einer neuen Plattform MP1, die in Brasilien demnächst auch für eine Limousine, einen Pick-up und ein SUV herhalten muss. Wie bereits erwähnt, misst der Kleinwagen vier Meter in der Länge. Dazu ist er 1,75 Meter breit und 1,52 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,53 Meter. Damit wären die Argo-Abmessungen nahezu identisch mit denen des aktuellen Punto. Lediglich das Kofferraumvolumen würde deutlich von 275 auf 300 Liter anwachsen.

Die Optik? Gefällig! Innen und außen
Nicht nur technisch ist der Punto in die Jahre gekommen, auch optisch er nicht mehr der frischeste. Es wäre also sehr wünschenswert, wenn der potenzielle Neuzugang das Design des Argo zu großen Teilen übernehmen könnte. Die Scheinwerfer, die Rückleuchten und der Kühlergrill sehen modern aus und erinnern eindeutig an den kompakten und größeren EU-Verwandten Tipo. Und auch der Innenraum wirkt mit dem 7-Zoll-Display auf dem Armaturenbrett, der digitalen Anzeige zwischen den Rundinstrumenten und dem insgesamt sehr aufgeräumten Cockpit auf den ersten Blick viel moderner als das angestaubte Punto-Interieur.

Benziner von 77 bis 139 PS. Auch für die EU?
Als Basismotorisierung muss im Argo ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 77 PS herhalten. Das Antriebsprogramm wird von einem 1,3-Liter-Vierzylinder mit 109 PS und einem 1,8-Liter-Vierzylinder mit 139 PS ergänzt. Gekoppelt werden die Benziner mit einer Fünfgang-Schaltung. Die Motoren mit 77 und 109 PS sind auf Wunsch mit einem automatisierten Fünfgang-Getriebe erhältlich, der Topmotor kann auch mit einer Sechsgang-Automatik ausgestattet werden. Welche Motoren zum Einsatz kommen könnten, wenn der Argo tatsächlich als Punto nach Europa kommen sollte, ist noch nicht bekannt. Auch Preise und mögliche Termine für das EU-Modell nennt Fiat noch nicht. Es bleibt also noch ein bisschen spannend.

Lesen Sie auch:

Ist das der nächste Punto?