Roller-Designstudie BMW Motorrad Concept Link

Wie werden wir uns künftig wohl durch die engen Innenstädte bewegen? Vielleicht auf schmalen, einspurigen Vehikeln mit Elektroantrieb. Eine Vision der ,Einspurmobilität im urbanen Umfeld" zeigt nun BMW auf dem Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2017 (26. bis 28. Mai).

Niedriger Sitz und Elektroantrieb
Das BMW Motorrad Concept Link wurde inspiriert von der rassigen Bike-Studie ,Vision Next 100" vom Herbst 2016. Doch handelt es sich bei der neuen Designstudie um einen vergleichsweise bürgerlichen Roller – natürlich mit Elektroantrieb. Der E-Antrieb prägt auch das Design. So ermöglichen der flache Akku im Unterboden und der kompakte Antrieb am Hinterrad einen besonders niedrigen Aufbau. Das (per Einarmschwinge geführte) Hinterrad kommt sehr weit hinten zu liegen. Durch die niedrige Höhe ist das Aufsteigen von der Seite einfach, so BMW. Die Proportionen ermöglichen zudem einen Stauraum unter der Sitzbank, der per Schiebetürchen verschlossen wird. Ein Rückwärtsgang sorgt zudem für erleichtertes Einparken in der Stadt.

Vernetzung von Fahrer, Fahrzeug und Umwelt
Wichtig ist BMW die Vernetzung von Fahrer, Fahrzeug und Umwelt. So kennt das Fahrzeug den Kalender und damit auch die nächsten Ziele des Fahrers, die schnellste oder schönste Route dorthin und auf Wunsch sogar die passende Musik dazu. Das klassische Kombiinstrument entfällt, die wichtigsten Fahrdaten (wie Geschwindigkeit, Navigationshinweise und Batteriestatus) werden stattdessen durch das Windschild ins Blickfeld gebracht – wohl durch ein Projektionssystem. Weniger wichtige Infos werden auf einem Touchscreen unterhalb des Lenkers angezeigt. Individuell belegbare Touch-Tasten am Lenker erlauben den Schnellzugriff auf häufig genutzte Funktionen.

Sogar die Fahrermontur ist vernetzt
Sogar die Bekleidung des Fahrers ist mit dem Fahrzeug vernetzt. So öffnet und schließt eine streichende Bewegung über den Ärmel die Schiebetür des Gepäckabteils. Der Kurzmantel aus wasserabweisendem (und dazu noch typisch bayerischem) Loden enthält leichte Protektoren an Schultern und Ellbogen. Doch soll die Montur primär ein modisches Statement sein und nicht als Motorradkleidung zu erkennen sein.

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