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Lambretta V-Special: Die Kultroller aus Italien sind wieder da
Marke feiert 70. Jahrestag mit neuem Modell

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
7. Jun. 2017 um 16:07 Uhr
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Die Lambretta ist wieder da. Der von der italienischen Firma Innocenti entworfene und von 1947 bis 1971 gebaute Kultroller gehört zu den bekanntesten und am häufigsten produzierten Zweirädern der Welt. Nun feiert die italienische Marke ihren 70. Jahrestag mit der Einführung eines neuen Modells namens V-Special.
Innocenti fertigte vier Millionen Lambrettas
Der Name Lambretta entstand aus dem Mailänder Ortsteil Lambrate, wo Ferdinando Innocenti im Jahr 1931 seine Stahlfirma gründete. Nach dem Krieg entwickelte die Firma einen Roller mit Zweitaktmotor. Er wurde ab 1947 produziert, und zwar in Massen: Innocenti selbst fertigte über vier Millionen Stück. Dazu kommt noch die Fertigung der zahlreichen Lizenznehmer in vielen Ländern Europas, aber auch Südamerikas und Indiens. In den 60er-Jahren erwischte die Zweirad-Krise auch Innocenti. Der Gründer starb 1966, danach übernahm British Leyland die Firma, die zwischendurch auch Automodelle von Austin und Mini fertigte. Die Roller-Produktion wurde zuerst nach Indien verlagert und 1971 eingestellt. 1990 ging Innocenti an den Fiat-Konzern und der Name verschwand. Die Rollermarke überlebte jedoch in Form der in Lugano ansässige Lambretta SA.
Die Nachahmerprodukte sollen verschwinden
Im Lauf der Zeit wurde die Lambretta (neben der Vespa) zum begehrten Roller-Oldtimer. In vielen Ländern gibt es sogar Lambretta-Clubs. Derzeit ist der globale Markt noch mit Repliken aus China, Indien und Thailand überschwemmt. Doch die Firma Lambretta will künftig dafür sorgen, dass die Nachahmerprodukte verschwinden. Fans sollen ihre Sammlung durch neue, ,echte" Lambrettas ergänzen.
Retrodesign von Kiska
Das neue Modell hat ein kantiges Retro-Design, das sich offenbar an der Lui 50 und 75 sowie der Lambretta GP/DL vom Ende der 60er-Jahre orientiert. Das Design wurde von der Salzburger Agentur Kiska (die auch für Marken wie KTM oder Husqvarna arbeitet) in Zusammenarbeit mit der italienischen Lambretta-Community entwickelt.
V50, V125, V200 und Elektro
Die Maschinen tragen die Typnamen V50 (50 ccm), V125 (125 ccm) und V200 (169 ccm). Alle Modelle haben ein LCD-Display mit Bluetooth, LED-Licht vorn und hinten sowie LED-Blinker. Auch ein Stauabteil unter dem Sitz ist Serie. Vorne haben alle Varianten eine Scheibenbremse, hinten besitzt der V50 nur eine Trommelbremse. Beim V200 ist ABS serienmäßig. Insgesamt sieben Lackierungen sowie braune oder schwarze Sitze werden angeboten. Im Jahr 2018 soll eine Elektroversion folgen. Und das ist noch nicht alles: Auch Klassiker wie GP 200 und SX 200 sollen wieder aufgelegt werden – mit Benzin- und Elektroantrieb.
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Bildergalerie: Die Kultroller sind zürück

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