Kia Stonic enthüllt

Mit dem Stonic erweitert Kia seine SUV-Palette um ein Crossover-Modell im B-Segment. Nachdem kürzlich Skizzen veröffentlicht wurden, hat Kia den Neuling nun in Amsterdam enthüllt. Das Modell stellt das Äquivalent zum kürzlich präsentierten Hyundai Kona dar.

Dach in Kontrastfarben
Der Stonic misst 4,14 Meter und ist damit etwa so lang wie ein Renault Captur. Der Gepäckraum fasst 352 Liter bis 1.155 Liter, das ist etwas weniger als beim Captur (377 bis 1.235 Liter). Ein Kofferraum-Einlegeboden sorgt für Variabilität. Das Außendesign kombiniert den markentypischen Tigernasen-Grill mit einer eher konventionellen Gesamtoptik – der Kona ist deutlich extremer gestylt. Da Käufern in diesem Segment die Individualisierung besonders wichtig ist, bietet Kia Zweitonlackierungen an. Mit den Dächern in fünf verschiedenen Kontrastfarben ergeben sich bis zu 20 verschiedene Farbkombinationen.

Drei Benziner und ein Diesel
Die Motorenpalette weicht erstaunlicherweise von der des Kona ab. Beim Stonic umfasst sie drei Benziner und einen Diesel. Bei den Ottomotoren haben Käufer die Wahl zwischen Saugern mit 84 und 99 PS sowie dem 1.0 T-GDI mit 120 PS. Der 1.6 T-GDI mit 177 PS, den es beim Kona gibt, fehlt hier. Dafür wird beim Stonic ein 1,6-Liter-Diesel mit 110 PS angeboten, während der Kona erst ab 2018 Diesel erhält – und zwar neu entwickelte. Eine später startende Elektroversion wie beim Kona wird nicht erwähnt. Auch von einem optionalen Allradantrieb ist nicht die Rede. Wichtig ist Kia aber, dass Lenkung und Fahrwerk europäisch-straff abgestimmt seien. Außerdem unterstützt das ESP ein bremsenbasiertes Torque Vectoring, um das Untersteuern in der Kurve zu verringern.

Elektronische Kindermädchen
Zur Standardausstattung des Stonic gehört ein Infotainmentsystem mit Apple CarPlay und Android Auto, optional gibt es Komfortelemente wie eine Sitzheizung, einen Tempomaten und ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem. Zu den aktiven Sicherheitssystemen gehören eine Spurverlassenswarnung, ein Totwinkel-Warner, ein Querverkehrswarner und ein Antikollisionssystem mit Fußgängererkennung und Notbremsfunktion. Hinzu kommen ein Fernlichtassistent und eine Müdigkeitserkennung.

Ein wachsendes Segment
Vom Stonic verspricht sich Kia eine Menge. Denn europaweit werden derzeit jährlich 1,1 Millionen B-Segment-SUVs verkauft, und im Jahr 2020 sollen es sogar über zwei Millionen sein. ,Wir gehen davon aus, dass die B-SUVs in Europa bis 2020 die C-Segment-SUVs vom Absatz her überholen werden und dass mehr als jede zehnte Neuzulassung dann auf das Segment des Stonic entfallen wird", sagt Kia-Europa-Chef Michael Cole. Die Kunden kämen aus verschiedenen Fahrzeugklassen: 21 Prozent der Käufer fuhren zuvor einen Kleinwagen, 15 Prozent einen Kompaktwagen. Aber auch von Kompaktvans würden Kunden kommen. Markteinführung für den Stonic ist Ende des dritten Quartals 2017, also etwa im September. Die Preise wurden noch nicht mitgeteilt.

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