Zarooq Motors Sand Racer 500GT startet

Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), 27. Juni 2017 – Wie eine Kreuzung aus einem BMW X6 und einem Dakar-Rennfahrzeug mutet der Sandracer von Zarooq Motors an. Das Auto wurde schon im Dezember 2015 vorgestellt. Nach umfänglichen Tests sowie verschiedenen Verbesserungen geht es nun in Produktion – zunächst aber nur als streng limitierte Edition von 35 Stück mit der Bezeichnung Sandracer 500GT.

Die Kunden verlangten mehr
Nach wie vor handelt es sich um einen Zweisitzer mit Hinterradantrieb und Mittelmotor. Nach der Präsentation der ersten Entwürfe hätten die Kunden jedoch mehr Power und ein noch radikaleres Design verlangt, erklärt Iannis Mardell, einer der Firmengründer. Deshalb wurde der Wagen mit einer modifizierten Front, einer auffälligen Auspuffanlage und einem gewaltigen Diffusor noch aggressiver gestylt. Auch das Space-Frame-Chassis wurde verbessert. Dabei wurden die Ergebnisse von virtuellen Crashtests sowie realen Tests auf Rennstrecken und Offroadpisten berücksichtigt.

V8 statt V6
Beim Motor gab es ebenfalls ein Upgrade. Ursprünglich war von einem 3,5-Liter-V6 die Rede, doch nun wird ein 6,2-Liter-V8 eingebaut. Er bringt 525 PS und 660 Newtonmeter Drehmoment. Bei nur 1,2 Tonnen Gewicht dürfte das für ordentliche Fahrleistungen sorgen – Zahlen nennt der Hersteller allerdings nicht. Dazu kommt ein längs eingebautes, sequenzielles Fünfgang-Renngetriebe von Weddle Industries. Der maximale Federweg wurde auf 45 Zentimeter erhöht. Zwei Höheneinstellungen erlauben die Anpassung an Straße und Piste, der Diffusor kann für den Offroadeinsatz einfach abmontiert werden. Für die Sicherheit sorgt ein Überrollkäfig, der von den Ingenieuren des spanischen Formel-3-Teams Campos Racing konzipiert wurde.

Karosse aus Belgien, Interieur aus Deutschland
Die Carbon-Karosserie wird in Belgien produziert. Dagegen kommt das Interieur aus Deutschland: Der für Verfeinerungen von hochpreisigen Autos bekannte Tuner Mansory aus Brand in der Oberpfalz sorgt für eine handgenähte Lederausstattung, maßgeschneiderte Carbonsitze und ein ebensolches Lenkrad.

Ein Supersportwagen für vieles
Zarooq Motors sieht sein Auto als Supersportler, allerdings einer der besonderen Art: Supersportwagen sehen fantastisch aus, haben sportliche Cockpits und Hochleistungsantriebe, so Zarooq-Chef Mohammed Al Qadi. Aber sie sind normalerweise allesamt für Rennstrecken gebaut. Zarooq Motors dagegen baut ,Supersportler, die sich für ein Wochenende auf der Rennstrecke eignen, für den bequemen Bummel durch die Stadt sowie sogar für die Offroadfahrt durch die härtesten Dünen der Arabischen Wüste."

Mindestens 400.000 Euro
Der Verkauf hat bereits begonnen, doch die Auslieferungen starten erst im vierten Quartal 2017, also ab Oktober. Wenn Sie sich einen Sandracer kaufen wollen, sollte Ihr Bankkonto auf Zack sein: Die Preise in den Vereinigten Emiraten beginnen bei 450.000 Dollar, umgerechnet etwa 402.000 Euro.

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