Lex-Appeal

Kann man ein Auto begehren, das zu zwei Dritteln aus Kühlergrill besteht? Ein Auto, das seine Auspuffrohre nicht aufreiht, sondern stapelt? Nun … also … im Falle des neuen Lexus RC F wohl schon. Denn obwohl das ganze Ding irgendwie überzeichnet wirkt, ist es nichtsdestotrotz ein reichlich scharfes Stück Blech. Einige mögen sogar ein Fitzelchen des glorreichen LFA erkennen. Und außerdem kann eine gesunde Portion ,Anders" im Reich der übermächtigen teutonischen Muscle Cars um BMW M4, Mercedes C 63 AMG oder Audi RS 5 schon gleich gar nicht schaden. Hier wären wir dann auch direkt beim Hauptproblem des japanischen Power-Coupés. Denn egal wie viel Arbeit man ins Design (offenbar viel) oder die extrem ausgefuchste Technik (noch viel mehr; dazu komme ich gleich) gesteckt hat, am Ende wollen alle nur eins wissen: Ist er schneller als der M oder der AMG?

Unzählige Fahrprogramme
Ob das für Lexus als Ansporn dient oder eher fürchterlich nervt, weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist, dass die überehrgeizigen japanischen Ingenieure um Chefentwickler Yukihiko Yaguchi ihr neues Baby durchaus auch auf der Rennstrecke sehen. Ich nehme an, das ist der Grund, warum sie dem RC F gefühlte 57 Fahrmodi implantiert haben. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass ein Auto ohne Fahrmodi heutzutage kaum noch als richtiges Auto durchgeht. Sei es wie es sei, im Normalfall hat man die Auswahl zwischen Normal, Eco, Sport S und Sport S+, was sich auf Gasannahme, Fahrwerk, Elektronikeingriffe und die G...