Besser als der MX-5?

Wenn Sie sich für Fiats neuen Roadster interessieren und fleißig die übliche Flut an Fahrberichten lesen, dann werden Sie immer wieder darüber stolpern, dass dieses Auto ja eigentlich nur ein umgelabelter Mazda MX-5 ist. Na gut, irgendwie stimmt das ja auch. Chassis, Fahrwerkskonstruktion und weite Teile des Innenraums stammen vom kultigen Fahrspaß-Knirps aus Hiroshima. Allerdings hat Fiat durchaus größeren Aufwand betrieben, um seinem neuen 124 Spider genügend Eigenständigkeit ins Blech (und in vieles, was darunter liegt) zu pressen. Einfach eine Kelle Bolognese aufs fein gerollte Sushi zu schütten, sähe ja auch irgendwie ekelhaft aus. Vom vermutlich leicht ... ähm ... ,gewöhnungsbedürftigen" Geschmack ganz zu schweigen.

Lässige Optik
Also hat Fiat schon von außen wenig Raum für eventuelle Zweifel gelassen. Vom reduziert-sehnigen Puristen-Design des MX-5 ist nicht mehr viel (also eher gar nichts) übrig. Stattdessen wähnt man sich beim etwas schwülstigen Anblick des 124 Spider sofort auf irgendeinem sonnigen, von der Natur ungerecht stark begünstigten Küstenstreifen jenseits des Atlantiks. Verwunderlich ist das nicht. Schließlich orientiert sich der neue 124 Spider stilistisch doch recht detailreich am alten 124 Sport Spider von 1966. Selbiger war vor allem im Land von Freiheit, Burgern und Trump ein gewaltiger Erfolg. Über recht biestige Augen schaut der Neue in die Umwelt. Der Grill, die beiden Bubbles auf der Motorhaube, der Hüftknick sowie die rechteckigen Rückleuchten ...