Demon im Blut: Test Dodge Challenger SRT Hellcat Redeye

Was ist das?

Um diese Frage zu beantworten, möchte ich Sie – es liegt praktisch auf der Hand – in die Wirren des kalten Krieges zurückbefördern.

Am 30. Oktober 1961 testete die UdSSR ein nukleares Monster namens RDS-220 auf Novaya Zemlya, einer Inselkette vor der Nordküste Russlands. Vom Westen als Zar-Bombe bezeichnet, hatte der Sprengsatz eine Durchschlagskraft von etwa 50 Megatonnen TNT. Er war tausendmal stärker als die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs eingesetzten Atomwaffen.

Mehr absurd starke Amis:

Herrje, was hat das mit der neuen Hellcat Redeye zu tun?

Gemach. Dazu komme ich gleich. 2014 wurde der 717 PS starke Dodge Challenger SRT Hellcat vorgestellt und natürlich hob er die Messlatte für Motorleistung in einem Serien-Muscle-Car in irritierende Höhen. Plötzlich waren 600 PS nahezu langweilig.

Das Auto wurde unmittelbar zum Liebling der Enthusiasten und der Kritiker. Die üblichen Branchen-Verdächtigen kämpften verzweifelt um eigene Antworten. Klar, Argumente wie Leistungsgewicht, Grip und die vielen anderen Faktoren, die zur Fahrdynamik eines Fahrzeugs beitragen, finden ihr Gehör unter der geneigten Kundschaft. Allerdings brennt sich ein schwindelerregender Output mit einer 7 vorne dran natürlich weitaus leichter und effektiver ins herkömmliche Hirn ein.

Die Verkaufszahlen bestätigten dies - Dodge konnte seine Hellcats im ersten Jahr gar nicht schnell genug vom Band rollen lassen. Das Challenge...