Kein Technospaß im Technospace

Selten geschieht es, aber es passiert: dass ein Autohersteller sein eigenes Produkt mit dem richtigen Etikett versieht. Meist sieht das Marketing das Fahrzeug eben rosiger, als es in Wirklichkeit ist. Doch bei der Neuauflage des Citroën Grand C4 Picasso passt es mal: Technospace. Denn in der Tat, der Van bietet viel Technik und viel Innenraum. Doch die Sache hat einen Haken, wie wir bei unserem Test der Version BlueHDi 150 merkten.

Von außen avantgardistisch
Die zweite Generation des ,kleinen" C4 Picasso startete bereits im Juni 2013. Nun kommt die Version mit größerem Radstand und Platz für bis zu sieben Insassen. Diese ist mit 4,60 Meter rund 17 Zentimeter länger als die fünfsitzige Variante. Das Außendesign des Grand C4 Picasso ist ebenso avantgardistisch wie beim kleinen Bruder – uns gefällt die eigenwillige Optik. Nach dem Einsteigen ist der erste Eindruck: O Gott, hier ist ja alles anders. Nach dem Motorstart fällt zunächst auf, dass der Automatik-Wahlhebel nicht in der Mittelkonsole, sondern am Lenkrad sitzt. Dann stellt man fest, dass man gewissermaßen unter dem Himmel sitzt: Die Frontscheibe reicht bis über den Kopf des Fahrers hinauf wie eine Halbglatze.

Display statt Instrumente
Die Irritation durch die ungewohnte Sicht nach oben verschwindet bald, doch im gleichen, nonkonformistischen Stil geht es weiter. Die Instrumente liegen nicht vor dem Fahrer, sondern in der Mitte. Außerdem gibt es statt konventioneller Rundinstrumente ein riesiges Zwölf-Zoll-Display, das ...